Holstein Kiel hat seine Offensive weiter verjüngt und mit viel Perspektive verstärkt. Der 19-jährige Mittelstürmer Aldin Jakupovic wechselt vom slowenischen Erstligisten NK Bravo aus Ljubljana an die Kieler Förde und unterschreibt einen langfristigen Vertrag bis zum 30. Juni 2030. Beim öffentlichen Training am Mittwoch stand der Slowene bereits erstmals mit seinen neuen Teamkollegen auf dem Platz und gab dabei einen ersten Eindruck von seinem Profil.
Statistiken und Nationalmannschaftserfahrung
Jakupovic bringt für sein Alter bereits bemerkenswerte Erfahrung mit. In der laufenden Saison der Prva Liga absolvierte der beidfüßige Angreifer 17 Spiele, erzielte fünf Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Zudem gehört er seit Jahren zum festen Kreis der slowenischen Nachwuchs-Nationalmannschaften: Von der U16 bis zur U21 trug er bislang 36-mal das Trikot seines Landes. Bei Holstein wird er künftig mit der Rückennummer 18 auflaufen.
Rebbe: „Er bekommt bei uns die Zeit“
Geschäftsführer Sport Olaf Rebbe sieht in dem Transfer einen strategisch wichtigen Schritt. Der junge Stürmer vereine „auffällige Geschwindigkeit, einen beidfüßigen Torabschluss und Durchsetzungsstärke“ und soll in Kiel die nötige Zeit bekommen, um sich in Ruhe zu entwickeln. Gleichzeitig sei Jakupovic als Herausforderer für die Stürmerpositionen eingeplant, der den Konkurrenzkampf im Kader weiter anheizen soll, wie Rebbe auf der Vereinswebsite erklärte.
Rapp sieht Tempo, Energie und Torabschluss
Auch Cheftrainer Marcel Rapp machte nach dem ersten Training deutlich, warum Holstein schon länger ein Auge auf den Slowenen geworfen hatte. Man habe Jakupovic intensiv beobachtet und wisse genau, „was das für ein Spieler ist“. Rapp beschreibt ihn als schnellen, sehr laufstarken Angreifer mit gutem Torabschluss, der „voll viel Energie mitbringt“. Der Trainer betonte zugleich, dass der 19-Jährige zwar noch Entwicklungsschritte gehen müsse, aber durchaus das Potenzial habe, der Mannschaft auch kurzfristig zu helfen.
Jakupovic: „Holstein ist die richtige Adresse“
Für Jakupovic selbst ist der Wechsel nach Kiel ein großer, aber bewusst gewählter Schritt. Der Stürmer sieht in Holstein einen Verein, der jungen Spielern echte Chancen bietet und deren Entwicklung gezielt fördert. Genau diesen Weg möchte er nun auch gehen, um sich persönlich weiterzuentwickeln und dem Team sportlich zu helfen.
Mit Aldin Jakupovic bekommt Holstein Kiel also einen weiteren jungen Baustein für die Zukunft – einen Stürmer mit Tempo, Energie und internationaler Ausbildung, der den Konkurrenzkampf im Angriff spürbar beleben soll.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
