VfB Kiel: Aufstiegsambitionen nach starker Hinrunde auf der Waldwiese

Der VfB Kiel geht als Tabellendritter der Kreisliga Kiel in die Rückrunde – und das trotz des schmerzhaften Abgangs von Top-Torjäger Marc Zeller zu Rot-Schwarz Kiel vor der Saison. Der Traditionsverein von der Waldwiese hat sich gefestigt gezeigt und mit 29 Punkten aus 15 Spielen eine überzeugende Hinserie gespielt.

Trainer Tim Spirgatis zieht ein überwiegend positives Fazit: „Mal abgesehen vom Hinspiel gegen Inter Türkspor Kiel II und den TSV Flintbek, wo wir Punkte liegen lassen haben, die wir nicht liegen lassen dürfen, war es eine gute Hinrunde.“ Besonders hebt er den Teamgeist hervor: „Wir sind als Mannschaft sehr gut zusammengewachsen und haben viele Dinge, die wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt.“

Intensive Vorbereitung – Fokus auf Ballbesitz

In der Vorbereitung setzen die Kieler auf eine Mischung aus Ausdauer und Crossover-Training. Die Spieler absolvieren zunächst einen 14-tägigen individuellen Laufplan mit Dauer- und Intervallläufen. Anschließend sind – sofern es die Platzverhältnisse zulassen – wöchentlich drei feste Termine geplant, darunter Testspiele sowie Einheiten im Pagelsdorf Center, Spinningkurse und gegebenenfalls Schwimmenhallen Besuche.

Taktisch liegt der Schwerpunkt klar auf dem eigenen Ballbesitz. „Wir finden in vielen Spielen tiefstehende Gegner vor, da müssen wir bessere Lösungen entwickeln“, erklärt Spirgatis. Gleichzeitig zeigt er sich mit der Defensive zufrieden – der VfB stellt eine der besten Abwehrreihen der Liga mit zwanzig Gegentoren.

Kaum Bewegung im Kader

Personell bleibt der Kader weitgehend zusammen. Einziger Abgang ist Joel Formella, der zurFSG Ostseeküste zurückkehrt. Weitere Zu- oder Abgänge gibt es nicht.

Klare Mission für die Rückrunde

Mit Blick auf die zweite Saisonhälfte ist die Marschroute eindeutig: Der VfB will jedes Spiel wie ein Finalspiel angehen. Der direkte Aufstieg ist möglich – der Tabellenführer steigt direkt auf, der Zweite geht in die Relegation.

Spirgatis blickt motiviert nach vorne: „Ich freue mich darauf, mit allen meinen Spielern und meinem Staff daran zu arbeiten, mehr aus dem Verein herauszuholen – sportlich und abseits des Platzes. Man merkt, dass ein Ruck rund um die Mannschaft entsteht.“

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.