Nächster Entwicklungsschritt: Luca Prasse wechselt auf Leihbasis nach Zwickau

Die KSV Holstein treibt ihre Nachwuchsentwicklung weiter aktiv voran. Mit Luca Prasse verlässt ein weiterer Perspektivspieler vorerst die Kieler Förde. Der 21-jährige Flügelspieler wird bis zum Saisonende an den FSV Zwickau in die Regionalliga Nordost verliehen.

Auffälligster Offensivspieler der U23

Prasse war in der Hinrunde einer der prägenden Akteure der U23 in der Oberliga Schleswig-Holstein. Nach seinem Wechsel vom SV Meppen im Sommer kam der gebürtige Emdener auf 17 Einsätze, erzielte sieben Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Vor allem sein Tempo über die Außenbahnen machte ihn regelmäßig zum Unterschiedsspieler – sowohl im Umschaltspiel als auch im Eins-gegen-eins.

Parallel dazu trainierte er dauerhaft bei der Lizenzmannschaft mit. Geschäftsführer Sport Olaf Rebbe betont, dass genau dieser Schritt Teil der Entwicklungsstrategie sei: Junge Spieler sollen durch gezielte Leihen Spielpraxis auf höherem Niveau sammeln.

Logischer Schritt – aber herber Verlust für die U23

Für Prasse selbst ist der Wechsel vor allem eine Chance. Er will auf möglichst hohem Niveau regelmäßig spielen – ein Anspruch, den er in Zwickau nun erfüllen kann. Die Regionalliga Nordost gilt als körperlich robust und taktisch anspruchsvoll, was für seine Entwicklung ein sinnvoller nächster Schritt ist.

Für die U23 der Störche bedeutet der Abgang jedoch einen spürbaren Qualitätsverlust. Nach Louis Köster und Magnus Knudsen ist Prasse bereits der dritte Spieler binnen weniger Tage, der den Verein – zumindest vorübergehend – verlässt. Während die Leihen sportlich sinnvoll erscheinen, wird die Aufgabe für das Oberliga-Team dadurch nicht leichter. Mit Köster fehlte zuletzt schon der torgefährlichste Angreifer, nun geht mit Prasse auch noch ein Tempodribbler, der Spiele individuell entscheiden konnte.

Entwicklung vor kurzfristigem Erfolg

Die Personalpolitik zeigt klar die Prioritätensetzung der KSV: Die Ausbildung talentierter Spieler steht über der kurzfristigen Stabilität der U23. Für Prasse öffnet sich eine neue Bühne, auf der er sich im Männerbereich auf höherem Leistungsniveau beweisen kann. Für Holstein bleibt die Hoffnung, dass dieser Weg langfristig Früchte trägt – auch wenn er kurzfristig sportliche Lücken hinterlässt.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.