Der TuS Rotenhof hat im direkten Duell gegen Mitkonkurrent Eutin 08 ein deutliches Zeichen im Abstiegskampf gesetzt. Mit einem verdienten 3:0-Erfolg verschaffen sich die Gastgeber wichtige Luft im Tabellenkeller – von Entwarnung will man intern aber noch nichts wissen.
Dominante Anfangsphase legt den Grundstein
Die Mannschaft von Trainer Henning Knuth erwischte einen Start nach Maß und war von Beginn an die klar bessere Mannschaft. „Die ersten 30 Minuten hat Eutin eigentlich nicht stattgefunden“, so Knuth nach der Partie.
Rotenhof überzeugte mit aggressivem Gegenpressing, hoher Intensität und vielen guten Offensivaktionen. Zwar fehlte zunächst noch die letzte Konsequenz im Abschluss, doch defensiv stand das Team äußerst stabil und ließ kaum etwas zu. In der 24. Minute folgte dann die verdiente Belohnung: Mats Henke traf zur Führung und brachte sein Team auf Kurs.
Stabilität und Effizienz nach der Pause
Nach einer kurzen Phase, in der Eutin etwas besser ins Spiel fand, überstand Rotenhof diese Druckphase unbeschadet und ging mit der Führung in die Halbzeit. Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Gastgeber erneut hochkonzentriert. Aus einer disziplinierten Grundordnung heraus setzte Rotenhof immer wieder gefährliche Umschaltmomente.
„Wir sind mit sehr guter Energie aus der Halbzeit gekommen und waren defensiv extrem stabil“, erklärte Knuth. Diese Stabilität zahlte sich aus: Felix Peter Struck erhöhte in der 63. Minute auf 2:0, ehe erneut Mats Henke in der 84. Minute mit seinem zweiten Treffer den Deckel endgültig draufmachte.
„Wer jetzt nachlässt, liegt komplett falsch“
Trotz des klaren Sieges und der verbesserten Tabellensituation warnt Knuth eindringlich vor verfrühter Euphorie: „Wer jetzt glaubt, das wäre der Klassenerhalt gewesen und wir könnten einen Schritt weniger machen, der liegt komplett falsch.“ Bei noch zwölf zu vergebenen Punkten sei rechnerisch weiterhin alles möglich. Der Fokus liegt deshalb direkt auf der nächsten Aufgabe.
Nächster Härtetest wartet bereits
Am Samstag geht es für Rotenhof gegen den MTSV Hohenwestedt weiter – ein weiteres Schlüsselspiel im Abstiegskampf. Dabei muss Knuth personell erneut improvisieren: „Wir müssen wieder zwei Säulen ersetzen, aber wir werden eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken.“
Keine Feier – voller Fokus
Große Feierlichkeiten gab es nach dem wichtigen Sieg nicht. Stattdessen blieb es bei einem kurzen Anstoßen nach dem Spiel. „Heute gab es nur ein Kaltgetränk, morgen ist Regeneration – und dann voller Fokus auf Samstag“, so Knuth.
Fazit: Wichtiger Schritt, aber noch kein Ziel erreicht
Der TuS Rotenhof hat im Abstiegskampf ein starkes Zeichen gesetzt – vor allem durch Disziplin, Energie und mannschaftliche Geschlossenheit. Doch intern ist klar: Dieser Sieg war wichtig – aber noch lange nicht entscheidend. Und vielleicht gibt es nach einem möglichen Sieg gegen Hohenwestedt mehr als nur ein Kaltgetränk.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
