Die KSV Holstein und Magnus Knudsen gehen ab sofort getrennte Wege. Der 24-jährige Norweger kehrt zum dänischen Spitzenklub Aarhus GF zurück, für den er bereits in der Saison 2023/24 aufgelaufen war. Holstein Kiel bestätigt damit eine Entwicklung, die sich in den vergangenen Wochen bereits angedeutet hatte.
Vom Stammspieler zum Kaderverzicht
Knudsen war über lange Zeit eine feste Größe bei den Störchen. In der ersten Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte gehörte er zum Stammpersonal und absolvierte ligaübergreifend insgesamt 53 Pflichtspiele im Trikot der Holstein Kiel. Auch in der Hinrunde der laufenden Zweitliga-Saison stand der zentrale Mittelfeldspieler nahezu immer in der Startelf.
Seit der Winterpause änderte sich das Bild jedoch deutlich. Knudsen tauchte nicht einmal mehr im Spieltagskader auf – ein klares Zeichen dafür, dass Trainer Marcel Rapp sportlich andere Schwerpunkte setzte.
Konkurrenz im Zentrum deutlich gewachsen
Ausschlaggebend für die veränderte Situation war vor allem die hohe Qualitätsdichte auf der Sechserposition. Mit den Winterneuzugängen Jonas Meffert und Umut Tohumcu erhielt das zentrale Mittelfeld zusätzliche Stabilität und Variabilität. Knudsen konnte sich in dieser Konstellation nicht mehr durchsetzen – Einsatzzeiten, wie er sie sich vorstellte, waren nicht mehr realistisch.
Geschäftsführer Sport Olaf Rebbe erklärt den Wechsel daher folgerichtig: Man habe Knudsen nicht die gewünschten Spielanteile zusichern können, weshalb sich nun die Möglichkeit ergeben habe, zu seinem ehemaligen Verein nach Aarhus zurückzukehren.
Rückkehr nach Dänemark – mit Perspektive
Für Knudsen selbst ist der Wechsel kein Rückschritt, sondern eine Rückkehr in ein vertrautes Umfeld. Aarhus GF führt aktuell die Tabelle der dänischen Superliga an und bietet dem Norweger sportlich wie emotional eine neue – alte – Perspektive. „In der ersten Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte dabei zu sein, war eine großartige Erfahrung“, betont Knudsen rückblickend und bedankt sich ausdrücklich für die Zeit in Kiel.
Laut transfermarkt.de liegt die Ablösesumme bei rund 1,75 Millionen Euro – ein wirtschaftlich solider Abschluss für die KSV, die damit auch finanziell Handlungsspielraum behält.
Eine logische Konsequenz für beide Seiten
Unterm Strich ist der Abschied eine konsequente Entscheidung. Holstein Kiel setzt im zentralen Mittelfeld auf neue Lösungen, Knudsen erhält andernorts die Chance auf regelmäßige Einsatzzeiten. Beide Seiten gehen respektvoll auseinander – und mit dem Gefühl, dass diese Trennung zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
