Heimpleite nach der Pause: Osterrönfelder TSV bricht gegen Glückstadt komplett ein

Kreisliga: ETSV Fortuna Glückstadt gewinnt nach torloser erster Hälfte deutlich mit 5:0 am Bahndamm

Der Osterrönfelder TSV hatte sich viel vorgenommen – doch nach einer ordentlichen ersten Halbzeit folgte ein kompletter Einbruch. Am Ende setzte sich ETSV Fortuna Glückstadt deutlich mit 5:0 durch.

Ausgeglichene erste Hälfte – Gastgeber mit Chancen

Die Partie begann auf Augenhöhe. Beide Teams tasteten sich zunächst ab, wobei die Gäste die erste gute Möglichkeit hatten – doch Tristan Lipinski traf nur den Pfosten. Im Anschluss kam der OTSV besser ins Spiel und näherte sich mehrfach dem Führungstreffer. Die beste Szene hatte Marko Grbavac, dessen Abschluss vom Gästekeeper nur abgeklatscht werden konnte. Florian Kracht verpasste den Abstauber nur um Zentimeter.

Kurz vor der Pause wurde es noch einmal brenzlig: Nach einem klaren Handspiel im Strafraum blieb der Pfiff aus – Glück für die Gäste. Wenig später hatten die Heimfans bereits den Torschrei auf den Lippen, doch die Volleyabnahme von Florian Kracht strich knapp am langen Pfosten vorbei. So ging es torlos in die Kabinen – mit leichten Vorteilen für den Gastgeber.

Doppelschlag bringt die Entscheidung

Was dann folgte, war aus Sicht der Hausherren ein kompletter Bruch im Spiel. Innerhalb von nur zwei Minuten entschied Glückstadt die Partie: Zunächst nutzte Christian Lipinski einen Fehlpass im Aufbauspiel eiskalt zur Führung (52.). Nur wenig später erhöhte Tristan Lipinski per Freistoß aus rund 18 Metern auf 2:0 (54.). Der OTSV fand danach keine Antwort mehr.

Keine Gegenwehr – Gäste spielen es souverän herunter

Trotz personeller Veränderungen gelang es der Mannschaft von Trainer Maik Gabriel nicht, wieder Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Glückstadt hingegen agierte abgeklärt, ballsicher und nutzte die sich bietenden Räume konsequent. Jonah Baum (66.), erneut Tristan Lipinski (80.) und Nic Brackert (85.) schraubten das Ergebnis schließlich in die Höhe. Aus einer ausgeglichenen Partie wurde so ein deutliches Debakel.

Fassungslosigkeit am Bahndamm

Nach dem Abpfiff herrschte Ernüchterung beim OTSV. Vor allem die zweite Halbzeit ließ viele Fragezeichen zurück – sowohl in der Defensive als auch im Umschaltverhalten. Ligaobmann Kai Nacken-Hoffmann sprach von einer „katastrophalen zweiten Halbzeit“, in der die Mannschaft komplett den Faden verlor.

Blick nach vorne: Reaktion gefordert

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht: Bereits am kommenden Dienstag wartet mit der SG Geest ein Aufstiegskandidat. Dann wird sich zeigen, ob der OTSV auf diese deutliche Heimniederlage die richtige Reaktion zeigen kann.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.