
Holstein Kiels Trainer Tim Walter präsentierte sich vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg in bester Laune. Schon vor Beginn der Pressekonferenz hatte der Coach den ein oder anderen lockeren Spruch auf den Lippen und sorgte für gute Stimmung – ein Stil, den er auch in den Abstiegskampf seiner Mannschaft trägt. „Ich gehe grundsätzlich positiv an Dinge heran“, erklärte Walter und betonte, wie wichtig es sei, den Spielern und dem gesamten Umfeld Optimismus zu vermitteln.
Kelati fällt aus, aber es gibt auch Rückkehrer
Inhaltlich gab der Trainer ein Update zur Personallage: Steven Skrzybski ist wieder voll im Training, während Phil Harris möglicherweise rechtzeitig fit wird. „Wir müssen schauen, ob er das Training gut verkraftet. Wenn ja, ist er eine Option“, so Walter. Hingegen muss Andu Kelati mit einer Zerrung passen.
Walter erwartet „offenes Fußballspiel“
Walter erwartet gegen die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose eine spielerisch starke Mannschaft. „Nürnberg ist ein Team mit einem sehr guten fußballerischen Niveau“, sagte Walter. „Sie haben gute Einzelspieler und wollen den Ball haben.“ Gerade dadurch könnten sich auch Räume für Holstein ergeben. „Das wird ein offenes Spiel. Es gibt Situationen, die wir für uns nutzen können.“
Fokus auf mehr Chancen und Konsequenz
Sportlich liegt der Fokus laut Walter darauf, mehr gefährliche Situationen zu kreieren. „Es geht darum, noch mehr Torchancen herauszuspielen und in beiden Strafräumen kompromissloser zu sein“, fasste er zusammen, was er mit seinem Team in dieser Trainingswoche verstärkt erarbeiten wollte. Die Mannschaft habe sich in der Defensive statistisch bereits verbessert, doch es gehe nun darum, aus der Vielzahl an Chancen mehr Kapital zu schlagen. „Wir müssen vorne und hinten kompromissloser werden – auch bei Standards oder wenn es darum geht, Schüsse zu blocken.“
Videoanalyse als wichtiger Baustein
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist für Walter auch die intensive Videoanalyse. Dabei werden nicht nur Spiele, sondern sogar Trainingseinheiten ausgewertet. „Wir filmen jedes Training und schauen es uns an“, erklärte Walter. „Gerade individuell arbeiten wir dann mit den Spielern daran, was ich von ihnen erwarte.“ So sollen Prinzipien verinnerlicht werden, die auf dem Platz auch ohne Zurufe funktionieren. „Im Stadion hörst du sowieso nichts mehr. Deshalb brauchen die Spieler klare Prinzipien.“
Neuer Co-Trainer Wimmer bringt zusätzliche Energie
Auch der neue Co-Trainer im Walter-Stab, Michael Wimmer sei bereits vollständig integriert. „Er ist ein positiv Verrückter, was Fußball angeht“, sagte Walter schmunzelnd. „Er mischt sich direkt unter die Mannschaft und hilft mit seiner Energie.“
Lob für Miroslav Klose
Mit Nürnberg kommt auch ein besonderer Trainer nach Kiel: Weltmeister Miroslav Klose. Walter äußerte großen Respekt für seinen Kollegen. „Was Miro für den deutschen Fußball getan hat, ist kaum in Worte zu fassen“, sagte er. „Ich habe größte Hochachtung vor ihm – und er ist auch ein richtig guter Mensch.“
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
