Die Holstein Women sind als Spitzenreiterinnen der Regionalliga in die Winterpause gegangen – und haben sich mit dem Turniersieg beim Nordcup in der Wunderino-Arena zusätzlich Selbstvertrauen für die Rückrunde geholt. Aktuell steckt das Team von Trainer Stefan Fischer mitten in der Vorbereitung – mit klaren Schwerpunkten und einer deutlichen Entwicklung im Rücken.
Steile Lernkurve nach holprigem Start
Der Saisonbeginn verlief aus Fischers Sicht noch nicht ganz reibungslos. „Anfangs war es durchaus etwas schwierig, da sich das Team zunächst an eine neue Spielphilosophie gewöhnen musste.“ Vor allem die Führungsspielerinnen hätten die Inhalte jedoch schnell verinnerlicht und auf den Platz gebracht.
Im weiteren Verlauf sei das Spiel der Kielerinnen stabiler und reifer geworden. „Wir konnten uns vom Niveau her kontinuierlich steigern.“ Auch wenn er sich „ein bis zwei Punkte mehr“ gewünscht hätte, überwiegt bei Fischer die Zufriedenheit: „Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung, insbesondere weil wir auch deutlich an Geschwindigkeit gewonnen haben.“
Fitness als Basis, Tempo als Schlüssel
In der Vorbereitung wird nichts dem Zufall überlassen. Zunächst steht die körperliche Grundlage im Fokus. „Wir schauen, welche Grundlagen vorhanden sind, damit wir anschließend möglichst auf einem einheitlichen Level weitertrainieren können“, erklärt Fischer.
Darauf aufbauend geht es verstärkt in technische und taktische Inhalte: Spielaufbau, Passspiel auf engem Raum, das Verinnerlichen des Spielsystems und vor allem eines – mehr Tempo. Die Geschwindigkeit im Spiel bleibt ein zentrales Thema.
Turniere und Trainingslager als Reize
Auch abseits des reinen Trainingsplans setzen die Holstein Women auf Abwechslung. Hallenturniere und ein Trainingslager sind fest eingeplant, weitere Maßnahmen können kurzfristig dazukommen. „Gerade bei einer langen Vorbereitungsphase ist es wichtig, immer wieder neue Reize zu setzen“, so Fischer.
Keine taktische Revolution
Große Umstellungen wird es nicht geben. „Wir werden grundsätzlich nichts Großartiges verändern.“ Stattdessen gehe es darum, die zu Saisonbeginn gesetzten Ziele weiter zu verfeinern und zu optimieren. Die Ausrichtung bleibe klar, das System vertraut – bewusst ohne unnötige Komplexität.
Mehr Effizienz vor dem Tor
Für die Rückrunde formuliert Fischer vor allem qualitative Ziele: „Wir möchten unser Spiel weiter verbessern.“ Konkret nennt er mehr Tempo, ein präziseres Passspiel und eine bessere Chancenverwertung. Ebenso wichtig sei es, die Fehlerquote zu senken, um Spiele „insgesamt erfolgreicher“ zu gestalten.
Freude am täglichen Miteinander
Persönlich blickt der Trainer mit viel positiver Energie auf die kommenden Monate. „Ich freue mich auf das Training mit den Mädels und auf die Spiele.“ Auch die Zusammenarbeit im Trainerteam und mit dem gesamten Staff beschreibt er als großen Pluspunkt. Es sei weniger ein einzelner Moment, sondern „eine konstante Freude daran, dass es gut läuft und alle mit Begeisterung dabei sind.“
Mit dieser Mischung aus Tabellenführung, klarer Struktur und spürbarer Entwicklung gehen die Holstein Women selbstbewusst in die entscheidende Saisonphase.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
