Der VfR Neumünster reist beim Lotto Masters 2026 als klarer Außenseiter an – und genau darin sieht Danny Cornelius auch die große Chance. Die Veilchen sind aktuell Tabellen-Sechster der Oberliga und damit nominell das am schwächsten platzierte Team im hochkarätigen Teilnehmerfeld. Doch gerade das macht die Rolle für den Traditionsverein aus Neumünster so reizvoll.
„Wir sind der Underdog, der eventuell für die ein oder andere Überraschung sorgen möchte“, sagt Cornelius selbstbewusst. Für den VfR ist allein die Teilnahme bereits ein Statement: Nach Jahren der Abstinenz kehren die Veilchen erstmals seit 2017 wieder auf die große Hallenbühne zurück – und das mit einem klaren Ziel: nicht nur dabei sein, sondern Spuren hinterlassen.
Harte Arbeit für ein großes Ziel
Der Stellenwert des Turniers ist intern entsprechend hoch. „Das Event hat einen hohen Stellenwert, da man es sich hart erarbeitet hat, um teilzunehmen“, betont Cornelius. Der VfR will diese Chance nutzen, sich auf der landesweit größten Hallenbühne zu präsentieren – sportlich wie atmosphärisch.
Dabei dürfen sich die Neumünsteraner auf gewaltigen Rückhalt freuen. Rund 400 lila-weiße Fans werden in der Wunderino Arena erwartet. In einer Halle, in der Stimmung oft Spiele entscheidet, könnte das für den Außenseiter ein echter Faktor werden.
Schwierige Kaderwahl – Konkurrenz belebt das Geschäft
Auch intern herrscht maximaler Konkurrenzkampf. „Die Wahl fällt mega schwer“, sagt Cornelius. Drei Hallenturniere hat der VfR bereits absolviert, um sich ein Bild zu machen, wer für das Masters infrage kommt. Zwei weitere Einheiten in Hartenholm sollen nun die letzten Entscheidungen bringen. Erst danach wird der endgültige Kader stehen – ein Luxusproblem für den Trainer.
Favorit Eichede – aber Neumünster glaubt an sich
In Gruppe A wartet direkt eine echte Standortbestimmung. Mit Phönix Lübeck, dem VfB Lübeck und dem Heider SV ist die Gruppe brutal besetzt. Dennoch blickt Cornelius mit realistischer Klarheit auf das Turnier: „Favorit ist für mich der SV Eichede.“ Dass Neumünster selbst nicht zu den Topgesetzten zählt, stört ihn dabei wenig – im Gegenteil.
Spektakel, Show und intensive Spiele
Für Cornelius ist das Lotto Masters ohnehin mehr als nur ein Turnier. „Das Event an sich ist für mich das Highlight. Die Shows neben dem Fußball, der Einlauf der Mannschaften und die Hymne – das ist schon etwas.“ Genau diese besondere Atmosphäre kann auch für Außenseiter Kräfte freisetzen.
Sportlich rechnet der VfR mit einem intensiven Wettbewerb. „Ich glaube, dass es wieder intensive Spiele geben wird, da die Paarungen auch echt viel hergeben.“ Viel Raum für Budenzauber erwartet Cornelius weniger – dafür umso mehr Zweikämpfe, Tempo und Emotionen. Und genau dort fühlt sich ein Underdog oft am wohlsten.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
