Wenn am Samstag das Lotto Masters 2026 in der Wunderino Arena startet, geht auch die zweite Mannschaft von Holstein Kiel mit hohen Ambitionen an den Start. Die U23 der Störche belegt in der Oberliga aktuell einen starken zweiten Platz und wird beim Hallenspektakel von Co-Trainer Sven Boy vertreten, der den abwesenden Chefcoach Willi Weiße ersetzt.
Boy weiß um die besondere Bedeutung dieses Turniers. „Das Masters ist für alle immer etwas ganz Besonderes und bietet eine einmalige Kulisse“, sagt der 49-Jährige. Die Zielsetzung sei klar: „so lange wie möglich dabei zu bleiben und im besten Fall über die Gruppenphase hinauszukommen.“
Große Bühne für junge Störche
Das Lotto Masters besitzt für Holsteins U23 einen enormen Stellenwert. „Es ist sicherlich eines der schönsten Turniere in Deutschland und besitzt eine sehr große Strahlkraft, auch über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus“, betont Boy. Für viele sei es ein perfekter Start ins neue Jahr – und für die teilnehmenden Teams eine große Chance, sich einem breiten Publikum zu präsentieren.
Dass die Profis der KSV aktuell im Trainingslager weilen, könnte der U23 zusätzlichen Rückenwind von den Rängen bringen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass zahlreiche Holstein-Fans den Weg in die Wunderino Arena finden werden“, so Boy. Die blau-weiß-rote Unterstützung sei auf jeden Fall willkommen.
Todesfelde, Eichede und Weiche als Maßstab
Beim Blick auf die Favoritenliste nennt Boy vor allem die üblichen Hallenspezialisten. „Dazu zähle ich zum einen den SV Todesfelde als Titelverteidiger, auch weil der Verein im Vorfeld bereits Hallenturniere bestreitet. Gleiches gilt für den SV Eichede. Zudem ist auch der SC Weiche Flensburg immer für eine Überraschung gut.“ Genau an diesen Mannschaften will sich die junge Kieler Truppe messen.
Kader erst auf den letzten Metern
Wer für Holstein II in die Halle geht, steht noch nicht fest. „Der Kader steht aktuell noch nicht fest“, erklärt Boy. Die medizinische Abteilung werde bei einigen Spielern ein entscheidendes Wort mitreden. Erst nach den ersten Trainingseindrücken in dieser Woche soll die endgültige Auswahl getroffen werden.
Auch die Frage nach dem mitspielenden Torwart ist noch offen. „Das werden wir heute Abend besprechen. Zunächst schauen wir, welche Torhüter zur Verfügung stehen und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben“, sagt Boy mit Blick auf die speziellen Hallenregeln.
Intensität trifft auf Technik
Was die Spielweise betrifft, rechnet der Holstein-Coach mit einer ähnlichen Mischung wie im Vorjahr. „Ich denke, dass es ähnlich intensiv wird wie im letzten Jahr, weil sich die Regularien nicht geändert haben. Gleichzeitig bin ich aber auch überzeugt, dass sich körperliche Intensität und spielerischer Budenzauber nicht ausschließen.“ Entscheidend sei, sich schnell auf die unterschiedlichen Gegner einzustellen.
Mit viel Talent, der großen Marke Holstein Kiel im Rücken und einer Portion Unbekümmertheit will die U23 beim Lotto Masters 2026 für Furore sorgen – und vielleicht mehr als nur ein Achtungszeichen setzen.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
