Trainer Müller kritisch: „Über 90 Minuten einfach nicht gut genug“
Die Niederlage bei Inter Türkspor Kiel schmerzt – und könnte im Abstiegskampf noch richtig wehtun. Für den MTSV Hohenwestedt war es ein verpasster Matchball – aber keiner, der bereits alles entscheidet.
„Verdient verloren“
Klare Worte nach dem Abpfiff: „Wir wollten hier mit drei Punkten weggehen, haben das aber über 90 Minuten einfach nicht gezeigt.“ Arend Müller sieht seine Mannschaft in der Pflicht – und erkennt den Sieg für Inter ohne Umschweife an: „Inter hat das gut gemacht und am Ende verdient gewonnen.“
Zu naiv verteidigt, zu ideenlos nach vorne
Die Analyse des Trainers fällt deutlich aus. Vor allem defensiv offenbarte sein Team Schwächen: „Wir haben zu naiv verteidigt. Das Tor hätten wir zwei- oder dreimal vorher klären können.“ Auch offensiv blieb Hohenwestedt vieles schuldig: „Wir haben keine Räume gefunden und es nicht geschafft, zwischen den Ketten zu spielen.“ Stattdessen setzte seine Mannschaft zu häufig auf lange Bälle – ohne Erfolg.
Zweite Bälle als Schlüsselproblem
Ein zentraler Punkt in Müllers Analyse: „Die zweiten Bälle haben wir nicht gewonnen.“ Gerade in einem kampfbetonten Spiel wie diesem sei genau das entscheidend gewesen – und letztlich mit ausschlaggebend für die Niederlage.
War die Verlockung eines Unentschiedens zu groß?
Die Ausgangslage war klar: Ein Sieg hätte für den MTSV einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt bedeutet. Ob der Druck eine Rolle spielte – oder das vorherrschende Ziel der Spieler war einen Punkt über die Zeit zu bringen? „Ich glaube nicht, dass die Mannschaft gedacht hat, ein Punkt reicht uns“, so Müller. Dennoch wirkte sein Team über weite Strecken zu passiv – ein Eindruck, den auch der Trainer nicht ganz von der Hand weisen kann.
Abstiegskampf spitzt sich zu
Durch die Niederlage wird die Situation im Tabellenkeller wieder enger. Türkspor ist zurück im Rennen, auch andere Teams sammeln wichtige Punkte. „Natürlich ist jetzt alles wieder enger geworden.“ Aber viel Zeit zum grübeln oder ärgern bleibt nicht, denn für die Müller-Elf geht es Mittwoch schon weiter im Ligabetrieb – dann empfängt der MTSV den Kaltenkirchener TS zum nächsten heißen Tanz. Und da erwartet der Coach Wiedergutmachung.
Noch kein K.o. im Abstiegskampf
Auch wenn sich die Niederlage wie ein verpasster Matchball anfühlt – entschieden ist noch nichts. Für den MTSV Hohenwestedt gilt jetzt mehr denn je: Reaktion zeigen, Fehler abstellen – und im nächsten Spiel liefern. Denn im Abstiegskampf zählt am Ende nur eines: Punkte und dafür ist bekanntlich das nächste Spiel das wichtigste.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
