Neustart im Abstiegskampf: Pascal Lorenz übernimmt beim SC Rönnau

Neues Trainerduo soll den Klassenerhalt sichern

Der SC Rönnau 74 hat auf seine sportlich angespannte Situation reagiert und stellt sich im Abstiegskampf der Landesliga Holstein neu auf. Nach der Trennung von Jan Vogelsang und Co-Trainer Vedat Bingöl übernimmt ab dem 15. Januar Pascal Lorenz das Traineramt. Unterstützt wird er von Co-Trainer Marc Hempel, der zuletzt in der Frauen-Oberliga beim SV Wahlstedt tätig war.

Rönnau steht aktuell auf Rang 14 und damit erneut auf einem Abstiegsplatz. Schon vor einem Jahr hatte der Verein die Klasse nur über die Relegation gehalten – nun soll ein erneuter Kraftakt gelingen.

Krämer setzt auf Erfahrung und Charakter

Ligaobmann Thorsten Krämer hatte in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche geführt und sieht den Verein nun gut aufgestellt: „Wir freuen uns, dass wir gestandene Trainer mit Erfahrung für uns gewinnen konnten. Wir haben insgesamt überragende Gespräche mit mehreren Kandidaten geführt. Nun sind es diese beiden geworden und der Verein und die Mannschaft freuen sich auf die Zusammenarbeit.“

Beide Trainer besitzen die B-Lizenz, ihre Verträge laufen zunächst bis zum Saisonende. Erst danach soll über eine mögliche Verlängerung gesprochen werden – abhängig vom sportlichen Verlauf und der Kaderstruktur.

Verletztenmisere lichtet sich – Hoffnung kehrt zurück

Ein wichtiger Faktor in den Gesprächen mit dem neuen Trainerteam war die personelle Perspektive. Zwar konnte Krämer keine spektakulären Neuzugänge präsentieren, dafür kehren mit Beginn der Vorbereitung vier wichtige Spieler zurück:

Kapitän und Antreiber Lasse Koth sowie Mats Hamann, Mats Glodeck und Jasper Fredrich haben ihre langwierigen Verletzungen auskuriert und sollen in der Rückrunde wieder voll zur Verfügung stehen. Für Rönnau bedeutet das spürbar mehr Stabilität und Qualität.

Lorenz: „Eine Herkulesaufgabe – aber genau das reizt mich“

Pascal Lorenz, zuletzt Trainer bei Oberligist Preußen Reinfeld, beschreibt seine Entscheidung sehr offen: „Nach drei Monaten ohne Verein kribbelt es einfach wieder. Als dann die Anfrage aus Rönnau kam und man sich extrem bemüht hat, mir ein gutes Gefühl gegeben hat, dass man mir und meiner Person in dieser Situation vertraut, habe ich mich schnell entschieden.“

Der 34-Jährige spürte sofort, dass hier mehr als nur ein klassischer Trainerjob wartet: „Ich habe das Gefühl, dass hier Leute am Werk sind, die extrem für den Verein brennen. Es ist sehr familiär und ich finde eine Mannschaft vor, die extrem intakt ist.“

Klare Mission: Klassenerhalt

Die Ausgangslage ist schwierig – das weiß auch Lorenz. Aber genau das ist sein Antrieb: „Natürlich ist das eine Herkulesaufgabe aufgrund der Tabellensituation. Aber wir sind überzeugt, dass wir es hinbekommen. Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt. Wir wollen der Mannschaft neues Selbstvertrauen geben und schnellstmöglich die nötigen Punkte holen.“

Mit neuem Trainerteam, zurückkehrenden Leistungsträgern und frischem Glauben beginnt für den SC Rönnau ein entscheidender Abschnitt der Saison – erneut mit dem Ziel, die Landesliga zu halten.

Artikel: Ole Jacobsen, Bild: SC Rönnau.