Tabellenbild und Einordnung
Der Oldenburger SV steht nach zwei Unentschieden aus den ersten fünf Partien bei zwei Punkten, Aufsteiger Kaltenkirchener TS hat einen Zähler – beide warten noch auf den Premierensieg. Trainer Florian Stahl bleibt gelassen: „Klar bilden sich Tendenzen ab, aber wir hatten mit Heide, Todesfelde und Phönix drei absolute Topgegner. Besonders Phönix war die stärkste Mannschaft, gegen die wir bislang gespielt haben.“
Rückenwind aus Lübeck
Das 2:2 bei Phönix Lübeck nach 0:2-Rückstand wertet Stahl als moralischen Boost: „Die Köpfe sind nicht runtergegangen. Die Mannschaft hat an sich geglaubt und sich den Punkt verdient. Viele werden in Lübeck nichts holen – das Remis tut uns gut.“
Kein „Sixpointer“ – aber richtungsweisend
„Als Sechs-Punkte-Spiel sehe ich es nicht. Es ist ein Spiel von vielen und die Saison ist lang“, sagt Stahl. Trotzdem ist die Zielrichtung klar: „Jetzt kommen Gegner aus dem unteren Drittel. Diese Partien musst du gewinnen – wir wollen aus den nächsten zwei Spielen sechs Punkte.“
Was besser laufen muss
Defensiv sieht der Coach sein Team stabiler, die Baustelle liegt vorne: „Wir vergeben zu viele 90- bis 100-prozentige. Das verteilt sich auf mehrere Schultern – am Ende müssen wir kaltschnäuziger werden. Sonst bestraft dich der Gegner sofort.“
Plan gegen KTS: mehr Ball, mehr Lösungen
Gegen Kaltenkirchen erwartet Oldenburg mehr Spielanteile. „Das liegt uns, weil wir gerne Fußball spielen. Wir haben im Zentrum Jungs, die Räume gut bespielen“, so Stahl. Taktisch werde man „die Spielordnung leicht anpassen“ und sich gezielt aufs KTS-Muster vorbereiten.
Personal & Fokus der Woche
Bis auf Urlauber Luca Neumann sind alle an Bord. „Wir nutzen die Woche, um Abschlüsse zu schärfen und die Abläufe mit Ball zu festigen. Wenn wir unsere Chancen nutzen, reden wir nächste Woche über drei Punkte“, schließt Stahl.
Bericht und Bild: Ole Jacobsen.