Oldenburger SV: „Jedes Spiel ist ein K.o.-Spiel“

Der Oldenburger SV geht mit klaren Lehren aus einer durchwachsenen Hinrunde in die Rückrunde der Oberliga Schleswig-Holstein. Trainer Florian Stahl blickt selbstkritisch zurück, formuliert zugleich aber klare Ziele für die kommenden Wochen – defensiv stabiler, vor dem Tor effizienter und mental disziplinierter zu werden.

Schmerzhafte Erfahrungen in der Hinrunde

Nach den Abgängen von Lucas Irmler und Marc Schwabe war dem Verein bewusst, dass es in der starken Oberliga nur mit Leistungen über dem Limit gehen würde. Einsatz und Einstellung wirft „Stahler“ seiner Mannschaft ausdrücklich nicht vor – wohl aber fehlende Cleverness. Besonders bitter: In vier direkten Duellen gegen Konkurrenten kassierte Oldenburg jeweils unnötige Rote Karten. „So hätten wir mindestens neun Punkte mehr gehabt“, bilanziert Stahl.

Auch sportlich gab es einen Tiefpunkt: Die deutliche Niederlage gegen Holstein Kiel II warf den OSV aus der Bahn – in drei Spielen folgte ein 0:16-Torverhältnis. Als Wendepunkt bezeichnet der Trainer den Pokalsieg gegen Eutin 08. Den Abschluss der Hinrunde bildete dann ein verdienter Erfolg gegen den Heider SV, der zeigte, wozu die Mannschaft fähig ist.

Vorbereitung: Fokus auf Stabilität – Trainingslager in Dänemark

In der Wintervorbereitung legt Oldenburg den Schwerpunkt auf defensive Stabilität und bessere Chancenverwertung. „Wir haben einfach zu viele Möglichkeiten liegen lassen“, sagt Stahl. Ein besonderes Highlight der Vorbereitung ist das gemeinsame Trainingslager in Skærbæk(Dänemark) zusammen mit der A-Jugend – insgesamt 57 Teilnehmer reisen mit. Über taktische Anpassungen möchte sich der Trainer hingegen bewusst nicht äußern.

Zugänge und Abgänge

Mit Jano Göllner (Ziel unbekannt) und Jesper Görtz (zu Eutin 08 II) verlassen zwei Spieler den Kader der Ligamannschaft, aber mit Sebastian Witt (TSV Lütjenburg) konnte ein neuer Außenverteidiger von extern gewonnen werden.

Klare Marschroute für die Rückrunde

Das Ziel ist eindeutig: Jedes Spiel soll wie ein K.o.-Duell angegangen werden. Vor allem gegen direkte Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte will Oldenburg mit Qualität und Mentalität punkten. Persönlich freut sich Stahl darauf, den Verein ganzheitlich weiterzuentwickeln – sportlich, strukturell und im Umfeld. „Es gibt einiges zu verbessern, aber man spürt bereits einen Ruck rund um die Mannschaft“, sagt er.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.