Spät, aber mit Perspektive: Der Regionalligist 1. FC Phönix Lübeck hat sich am letzten Tag der Transferperiode noch einmal verstärkt – und zwar mit einem echten Zukunftsprojekt. Innenverteidiger Avid Krogmann wechselt mit sofortiger Wirkung vom Nachwuchs des SV Werder Bremen an die Trave.
Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart, sportlich ist die Marschroute aber klar: Der 18-Jährige soll behutsam an den Herrenfußball herangeführt werden.
Adigo: „Außergewöhnliche Ruhe am Ball“
Phönix-Cheftrainer Christiano Adigo zeigt sich vom ersten Eindruck angetan: „Mit seiner Spielintelligenz und einer für sein Alter außergewöhnlichen Ruhe am Ball hinterließ er im Training und Testspiel bei uns einen guten Eindruck. Wir wollen Avid behutsam aufbauen. Für ihn geht es jetzt darum, Spielpraxis zu sammeln und im Herrenbereich anzukommen.“
Gerade diese Kombination aus taktischem Verständnis und Ballsicherheit macht Krogmann für ein Regionalliga-Team besonders interessant – vor allem in einer Liga, in der viele Spiele über Intensität, Pressingresistenz und saubere erste Kontakte entschieden werden.
Titel auf höchstem Nachwuchsniveau
Krogmann kommt nicht mit leeren Händen nach Lübeck. Als Stammspieler der Bremer U19 gewann er im Sommer das Finale des DFB-Junioren-Pokals 2025 – also auf nationaler Nachwuchsbühne ganz oben.
Jetzt folgt der bewusste Schritt raus aus dem Nachwuchs- in den Herrenbereich. „Nach meiner langen und extrem lehrreichen Zeit beim SV Werder Bremen ist der Wechsel zum 1. FC Phönix Lübeck für mich ein ganz besonderer Schritt – es ist meine erste richtige Station außerhalb von Bremen und mein bewusster Startschuss im Herrenfußball. Die Gespräche mit den Verantwortlichen im Verein haben mich absolut überzeugt. Ich bin bereit, mich hier voll reinzuwerfen und gemeinsam mit dem Team anzugreifen.“
Investition in die Zukunft
Für Phönix ist der Transfer ein typischer Deadline-Day-Coup mit Blick nach vorn. Kein fertiger Führungsspieler, sondern ein Rohdiamant mit Ausbildung auf Bundesliga-Niveau. In der Regionalliga Nord, wo Tempo, Robustheit und taktische Disziplin gefragt sind, kann genau so ein Spieler mittelfristig zum echten Gewinn werden.
Die „Adler“ rüsten damit nicht nur für den Rest der Saison, sondern setzen ein klares Zeichen: Der Verein will junge, entwicklungsfähige Spieler holen – und ihnen eine echte Bühne im Herrenfußball bieten.
Artikel: Ole Jacobsen, Bild: 1. FC Phönix Lübeck.
