Sechs Pleiten in Folge – Genz warnt bei der KTS vor „Negativ-Gerede“

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Martin Genz will mit seinen Kaltenkirchenern den Negativ-Lauf stoppen

Die Kaltenkirchener TS steckt nach sechs Oberliga-Niederlagen in Folge in ihrer bislang schwierigsten Phase der Saison. Trainer Martin Genz räumt ein, dass die Serie am Selbstvertrauen seiner Mannschaft nagt. In Panik verfallen will der KTS-Coach deshalb aber keinesfalls. Gegen den TuS Rotenhof soll nun die Trendwende gelingen.

Die Tabelle lügt nicht. Nach 13 Spielen steht die Kaltenkirchener TS mit elf Punkten auf Rang elf der Oberliga Schleswig-Holstein. Noch deutlicher ist allerdings eine andere Zahl: Sechsmal in Folge ging die KTS zuletzt in der Liga als Verlierer vom Platz.

Dabei hatte die Saison durchaus ordentlich begonnen. Nach fünf Spieltagen war Kaltenkirchen noch ungeschlagen. Anschließend folgte jedoch eine Serie, in der unter anderem das 2:6 gegen Rapid Lübeck und das 0:7 bei Holstein Kiel II besonders deutlich ausfielen. Zuletzt unterlag die KTS dem TSB Flensburg mit 1:3. Spurlos geht das auch an den Spielern nicht vorbei. „Sechs Niederlagen am Stück sind natürlich nicht schön. Klar ist, dass das am Selbstvertrauen nagt“, sagt Trainer Martin Genz. „Die Jungs strotzen jetzt nicht gerade davor und sagen: Egal welcher Gegner kommt, wir hauen sie alle weg.“

Genz: Nicht alles war so schlecht wie die Ergebnisse

Allerdings wehrt sich der Trainer dagegen, aus sechs Niederlagen sechs schlechte Auftritte zu machen. Gerade beim jüngsten 1:3 gegen TSB Flensburg habe seine Mannschaft nach der Anfangsphase eine ordentliche Leistung gezeigt. „Der Niederlagenverlauf sieht natürlich nicht schön aus. Aber es waren nicht alle Spiele schlecht.“

Genau daran versucht Genz anzusetzen. Statt die Mannschaft mit der Negativserie permanent zu konfrontieren, soll der Fokus auf den Dingen liegen, die sie selbst beeinflussen kann. „Wir versuchen, die leichten Fehler zu vermeiden, klare Sachen zu spielen und uns über die Grundtugenden wieder in ein Spiel zurückzukämpfen.“

KTS hat am System gearbeitet

Ganz ohne Veränderungen geht es allerdings nicht. Genz und sein Trainerteam haben in den vergangenen Wochen auch taktisch reagiert. „Wir haben in den letzten zwei Wochen ein bisschen am System verändert und versuchen, mehr Stabilität reinzubekommen.“ Kampf und Leidenschaft sollen dabei die Grundlage bilden. Gleichzeitig ist dem Trainer ein anderer Punkt besonders wichtig: Die Mannschaft darf trotz der schwierigen Situation nicht den Spaß verlieren. „Wir wollen nicht dauerhaft in irgendeinem Negativ-Gerede hängen und uns das Ganze madig machen. Die Jungs sollen weiterhin mit Spaß zum Training kommen.“ Neben der Arbeit an den fußballerischen Automatismen gehe es deshalb momentan darum, „die Waage zu halten und nicht gleich in Panik zu verfallen“.

Volle Konzentration auf Rotenhof

Gelegenheit für die Trendwende bietet sich am Sonnabend beim TuS Rotenhof. Der Tabellenfünfte hat 22 Punkte gesammelt und kämpft derzeit noch um die Qualifikation für das LOTTO Masters. Auf eine konkrete Punktevorgabe für die beiden verbleibenden Oktober-Spiele gegen Rotenhof und den PSV Neumünster lässt sich Genz nicht ein. „Ehrlicherweise lege ich aktuell nur den Blick auf Rotenhof und konzentriere mich noch nicht auf den PSV.“

Die Aufgabe werde schwierig. Dennoch sieht Genz Chancen. „Rotenhof kommt auch viel über Kampf und Einsatz. Ich bin der Meinung, dass wir ein offenes Spiel gestalten können und dort hoffentlich auch als Sieger vom Platz gehen.“ Nach sechs Niederlagen wäre es für die KTS weit mehr als nur ein weiterer Dreier. Es wäre vor allem der Beweis, dass sich die Mannschaft aus ihrer bislang schwierigsten Saisonphase wieder herauskämpfen kann.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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