Beim A-Klasse-Verein TSV Neudorf‑Bornstein hat es einen Trainerwechsel gegeben. Cheftrainer Tolga Şahin wurde nach der jüngsten Niederlage von seinen Aufgaben entbunden. Zuvor hatte bereits sein Co-Trainer sein Amt niedergelegt.
Die Entscheidung sei laut Şahin auf Wunsch des Vereinsvorstands gefallen. „Die Trennung von meiner Person beim TSV Neudorf-Bornstein erfolgte auf Wunsch des Vorstands, nachdem einige Spieler ihre Sichtweise geäußert hatten“, erklärte der 34-Jährige im Gespräch mit NordKick.
„Der leichtere Weg gewählt“
Şahin äußerte sich insgesamt ruhig und respektvoll über die Entscheidung, ließ jedoch durchblicken, dass er sich einen anderen Weg gewünscht hätte. „Aus meiner Wahrnehmung wurde damit eher der leichtere Weg gewählt, anstatt den gemeinsamen Weg über Disziplin, Entwicklung und harte Arbeit weiterzugehen“, sagte der Trainer.
Gleichzeitig betonte er, dass er die Entscheidung akzeptiere: „Am Ende hat der Verein beim TSV Neudorf-Bornstein eine Entscheidung getroffen, die ich respektiere.“
Klare Werte als Trainer
Der 34-Jährige hatte das Team seit Anfang dieser Saison betreut. Seine Arbeit basierte nach eigenen Worten auf klaren Prinzipien. „Meine Fußballphilosophie basiert auf Disziplin, Einsatzbereitschaft und einer Mentalität, in jedem Spiel liefern zu wollen“, erklärte Şahin. Diese Werte habe er als Trainer nicht nur vermittelt, sondern auch selbst vorgelebt.
Gleichzeitig betonte er, dass im modernen Amateurfußball auch der Umgang mit Spielern eine große Rolle spiele: „Kommunikation, Geduld und ein moderner Umgang miteinander sind wichtige Faktoren.“
Lob für einen Teil der Mannschaft
Trotz der schwierigen Situation fand Şahin auch lobende Worte für Teile des Teams. „Ein großes Lob gilt den Spielern, die diesen Weg mit mir gemeinsam gegangen sind, die Einsatz gezeigt und die Idee von Teamarbeit und Entwicklung mitgetragen haben.“
Blick nach vorne
Nach der Trennung richtet der Trainer den Blick bereits auf die Zukunft. „Meine Zukunft gestalte ich offen und schaue positiv nach vorne“, erklärte Şahin. „Ich bin überzeugt, dass sich neue Möglichkeiten im Fußball ergeben werden.“ Der 34-Jährige ist grundsätzlich offen für neue Aufgaben und kann sich laut eigener Aussage Engagements ab der Kreisliga bis zur Verbandsliga vorstellen.
Beim TSV Neudorf-Bornstein bleibt derweil abzuwarten, wie der Verein sportlich auf die jüngsten Entwicklungen reagiert. In der Tabelle steht das Team aktuell im unteren Mittelfeld – zuletzt setzte es jedoch eine Niederlage gegen den Tabellen-Vorletzten, die offenbar Auslöser für die personellen Veränderungen war.
Artikel: Ole Jacobsen.
