Jubel mit Beigeschmack: Pfiffe gegen Schwab sorgen für Unverständnis

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Kapitän Jonas Meffert äußerte sich zu den Pfiffen bei der Einwechslung von Stefan Schwab

So ausgelassen der Jubel über den Klassenerhalt auch war – ein Thema sorgte bei Holstein Kiel dennoch für Unmut innerhalb der Mannschaft: die Pfiffe gegen Stefan Schwab bei seiner Einwechslung. Sowohl Kapitän Jonas Meffert als auch Trainer Tim Walter positionierten sich nach Abpfiff klar – und stellten sich demonstrativ vor den Routinier.

Meffert fand in der Mixed Zone deutliche Worte: „Das geht für uns als Mannschaft überhaupt nicht. […] Schwab ist für uns unfassbar wertvoll – auf und neben dem Platz. Er hilft jedem Spieler, bringt Erfahrung rein und hat uns gerade in schwierigen Phasen extrem unterstützt.“ Besonders störte den Kapitän, dass ein eigener Spieler ausgepfiffen wurde: „Er gehört zu 1000 Prozent zu uns. […] Das wollen wir so als Mannschaft nicht stehen lassen.“

Walter deutlich: „Ein herzensguter Mensch“

Auch Trainer Tim Walter zeigte auf der Pressekonferenz wenig Verständnis für die Reaktionen von den Rängen: „Er ist einer von uns. Einer von Holstein Kiel. […] Stefan ist ein herzensguter Mensch und ein überragender Fußballer.“ Walter betonte vor allem Schwabs Bedeutung im Trainingsalltag: „Er ist ein Leader, gibt immer Vollgas und hilft jedem einzelnen Spieler.“ Und wurde am Ende noch klarer: „Wenn Menschen unsere eigenen Spieler auspfeifen, müssen sie das mit sich selbst ausmachen. Ich finde das nicht gut.“

Klare Botschaft der Mannschaft

Die Aussagen von Meffert und Walter zeigen: Innerhalb der Mannschaft gibt es keinen Zweifel an der Bedeutung von Stefan Schwab. Gerade in einer Saison mit schwierigen Phasen sei der erfahrene Mittelfeldspieler ein wichtiger Stabilitätsfaktor gewesen – auch wenn sich das nicht immer in Einsatzzeiten widerspiegelte.

Der Klassenerhalt wurde gefeiert. Doch gleichzeitig sendete die Mannschaft eine klare Botschaft in Richtung Tribüne: Zusammenhalt gilt für alle – auch für diejenigen, die nicht immer im Rampenlicht stehen.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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