Mitten in der laufenden Saison hatte der Rücktritt von Christian Peters beim FC Torpedo 76 Neumünster für Aufmerksamkeit im Neumünsteraner Jugendfußball gesorgt. Der langjährige Jugendtrainer der C2 hatte sein Amt Ende Februar aus familiären, gesundheitlichen und sportlichen Gründen niedergelegt. „Die Familie geht vor“, erklärte Peters rückblickend. Vor allem die Gesundheit seiner Frau sowie die eigene Situation hätten ihn dazu bewegt, zunächst einen Schritt zurückzutreten. Gleichzeitig räumte er ein, dass es auch sportlich intern nicht mehr optimal gepasst habe.
Peters war seit 2021 beim FC Torpedo 76 tätig, zuvor arbeitete er bereits beim PSV Neumünster. In mehreren Spielzeiten gehörten seine Mannschaften regelmäßig zu den stärkeren Teams ihrer Altersklasse. Zudem schafften einzelne Spieler aus seinen Teams den Sprung in Nachwuchsleistungszentren – unter anderem zu Holstein Kiel.
Engagement über den Fußball hinaus
Neben seiner Arbeit als Trainer engagierte sich Peters auch immer wieder bei Benefizveranstaltungen und Jugendturnieren. Dabei standen nicht nur sportliche Aspekte im Vordergrund, sondern häufig auch soziale Projekte und gemeinschaftliche Aktionen. Besonders seine organisierten Jugendturniere sorgten in den vergangenen Jahren regelmäßig für große Resonanz – auch über Schleswig-Holstein hinaus. Mannschaften aus verschiedenen Bundesländern nahmen daran teil – auch zahlreiche Nachwuchsteams von Bundesligisten oder internationalen Vereinen.
Großes Turnier zum Vereinsjubiläum
Trotz seines Rücktritts bleibt Peters dem Verein vorerst verbunden. Zum 50-jährigen Vereinsjubiläum des FC Torpedo 76 unterstützt er weiterhin die Organisation eines großen Jugendturniers am 27. Juni 2026 auf der Anlage am Städtischen Stadion in Neumünster. Geplant ist ein Turnier mit 24 Mannschaften aus mehreren Bundesländern. Nach Angaben der Organisatoren haben bereits Teams aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen zugesagt. Gespielt werden soll auf mehreren Plätzen parallel. „Das war immer eine Idee, die ich gerne einmal umsetzen wollte“, sagt Peters über das Turnierprojekt.
Wie es sportlich weitergeht, ist offen
Anfragen anderer Vereine habe es bereits gegeben, konkrete Pläne für die Zukunft gebe es derzeit allerdings noch nicht. Zunächst wolle er die freie Zeit nutzen, um neue Kraft zu tanken. Nach einem vollständiger Abschied vom Fußball klingen folgende Worte nicht: „Man sollte niemals nie sagen“, so Peters.
Artikel: Ole Jacobsen, Bild: privat, hfr.
