Der perfekte Start ist gelungen, die persönliche Bilanz fällt jedoch etwas gemischter aus. Holstein Kiels Offensivspieler Alexander Bernhardsson feierte mit Schweden einen überzeugenden 5:1-Auftaktsieg gegen Tunesien bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika. Der 27-Jährige stand in der Startelf, absolvierte die Partie nahezu komplett und wurde erst in der 90. Minute ausgewechselt. Damit setzte Nationaltrainer Graham Potter ein deutliches Zeichen und schenkte dem Storch-Profi von Beginn an das Vertrauen.
Während Schweden offensiv glänzte und Tunesien über weite Strecken dominierte, blieb Bernhardsson allerdings eher im Hintergrund. Eine Torbeteiligung gelang ihm nicht. Auch die Zahlen zeigen eine eher unauffällige Vorstellung: 45 Ballkontakte, 21 gespielte Pässe, drei Dribblings und eine Passquote von 67 Prozent standen am Ende zu Buche. Der Kicker bewertete den Holstein-Profi deshalb mit der Note 4,0. Damit erhielt Bernhardsson die schwächste Bewertung aller schwedischen Startelfspieler. Kein anderer Schwede wurde schlechter als mit der Note 3,5 eingestuft.
Für Bernhardsson dürfte das allerdings zu verschmerzen sein. Schließlich steht unter dem Strich ein souveräner WM-Auftaktsieg, der Schweden früh in eine gute Ausgangsposition bringt. Bereits in den kommenden Gruppenspielen bietet sich dem Kieler die nächste Gelegenheit, auch persönlich stärker in Erscheinung zu treten.
Und eines bleibt festzuhalten: Nicht viele Holstein-Spieler können von sich behaupten, bei einer Weltmeisterschaft in der Startelf gestanden und einen 5:1-Sieg gefeiert zu haben. Allein das ist bereits eine besondere Geschichte.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
