Von Yamal bis Ronaldo: Auf diese WM-Stars freut sich Schleswig-Holsteins Fußballszene

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Die NordKick-Umfrage zur Fußball WM 2026 findet so langsam ihren Höhepunkt

Die Weltmeisterschaft 2026 hat bereits ihre ersten Geschichten geschrieben. Deutschland startete mit einem 7:1 gegen Curaçao, Kap Verde trotzte Spanien ein sensationelles 0:0 ab, und auch Belgien kam gegen Ägypten nicht über ein Remis hinaus. Doch neben Ergebnissen und Tabellen geht es bei einer WM immer auch um Spieler, Emotionen und besondere Momente.

NordKick hat zahlreiche Stimmen aus dem Amateurfußball in Schleswig-Holstein gesammelt. Trainer, Spieler, Funktionäre, Ex-Profis, Partner und Vereinsmenschen verraten, auf wen sie bei dieser WM besonders schauen.

Yamal, Pedri und Spaniens neue Generation

Spanien gehört bei vielen Befragten zu den ganz großen Favoriten. Entsprechend häufig fallen auch Namen spanischer Unterschiedsspieler. Fabian Bassus, Inhaber von Smiley’s Pizza Profis Kiel und NordKick-Partner, setzt besonders auf Lamine Yamal. Der junge Spanier sei für ihn der Spieler, der Spanien am Ende sogar zum Titel führen könne. Auch Uli Schröder, Ligaobmann der Probsteier SG 2012, nennt Yamal als Akteur, auf den er besonders gespannt ist.

Henning Knuth, Trainer des TuS Rotenhof, schaut dagegen besonders auf Pedri. Auch Azem Mehanovic von der Probsteier SG freut sich auf den spanischen Mittelfeldspieler und bezeichnet ihn als „überragenden Fußballer“.

Vitinha, João Neves und Olise: Fachwissen aus dem Amateurbereich

Dass in Schleswig-Holsteins Fußballszene nicht nur auf die ganz großen Namen geschaut wird, zeigen mehrere Antworten eindrucksvoll. Dennis Buthmann, Trainer des PSV Neumünster, freut sich besonders auf Vitinha und João Neves. Für ihn ist das „unvorstellbare Qualität im Mittelfeld“. Auch Pascal Lorenz vom SC Rönnau nennt Vitinha und schwärmt vom Portugiesen als „unfassbaren Ballverteiler“.

Michael Olise wurde ebenfalls mehrfach genannt. Sascha Schneider, A-Jugend-Trainer des FC Kilia Kiel, freut sich neben Deutschland und Cristiano Ronaldo auch auf Topspieler wie Olise. Thorge Salke vom Oldenburger SV nennt den Franzosen ebenfalls als Spieler, auf den er besonders schaut. Auch Berkant Özel, Ligaobmann und 2. Vorsitzender des FC Kilia Kiel, hat Olise auf dem Zettel – neben Vitinha und Arda Güler.

Ronaldo, Messi und die letzte große Bühne

Natürlich fehlen auch die großen Namen nicht. Marcel Schwantes, Fußballer und Vereinswirt des TSV Russee, freut sich besonders auf Portugal und Cristiano Ronaldo. Es wäre für ihn etwas Besonderes, Ronaldo möglicherweise bei seiner letzten Weltmeisterschaft noch einmal auf der ganz großen Bühne zu sehen. Auch Sascha Schneider nennt Ronaldo und bezeichnet ihn als „größten Sportler unserer Zeit“. Thomas Schwantes schaut ebenfalls auf Portugal und Ronaldo.

Bei Lionel Messi ist die Sehnsucht ähnlich groß. Ayberk Kaya vom Heikendorfer SV tippt sogar auf Argentinien – auch mit dem Zusatz: „Messi verdient das!“ Mikica Mladenovic freut sich ebenfalls darauf, Messi noch einmal bei einer WM zu sehen. Marcel Gewinner vom TSV Klausdorf schaut auf beide Legenden: Messi und Cristiano Ronaldo.

Deutschland, Kimmich, Musiala und Neuer

Für viele bleibt aber natürlich Deutschland der wichtigste Bezugspunkt. Danny Cornelius, Trainer des VfR Neumünster, sieht die Stärke der deutschen Mannschaft vor allem im Kollektiv. Deutschland habe nicht den einen Superstar, sondern müsse über die Mannschaft kommen. Genau das mache das Team spannend. Matthias Schnoor vom VfR Laboe richtet seinen Blick besonders auf Joshua Kimmich. Für ihn ist Kimmich „ein absoluter Leader“, der immer brenne. Spannend sei, wie er seiner Rolle als Kapitän bei der WM gerecht werde.

Thomas Weltrowski, Fußball-Abteilungsleiter des TSV Gadeland, schaut als Torwart besonders auf Manuel Neuer. Er nennt ihn einen 40-Jährigen auf absolutem Weltniveau. Tom Wüllner von Eidertal Molfsee nahm das Ganze mit Humor und meinte, ein Fehler von Neuer wäre „witzig“. Auch Jamal Musiala fällt als Name. Weltrowski traut ihm zu, sich freizuspielen und Deutschland besser zu machen.

Türkei, Arda Güler und Kenan Yildiz

Ein emotionales Thema ist die Türkei. Ayberk Kaya freut sich riesig, dass die türkische Nationalmannschaft wieder bei einer WM dabei ist. Die Türkei sei zuletzt bei einer Weltmeisterschaft gewesen, als er fünf Jahre alt war. Seine Wecker habe er bereits gestellt. Auch Berkant Özel freut sich über die Rückkehr der Türkei auf die WM-Bühne und schaut besonders auf Arda Güler. Bülent Seker, ehemaliger Ligamanager von Inter Türkspor Kiel, freut sich ebenfalls auf die Türkei und nennt Kenan Yildiz als Spieler, der stark aufspielen könnte.

Nach dem überraschenden 0:2 gegen Australien ist die türkische Euphorie zwar früh gedämpft worden. Doch gerade Turniere leben davon, dass Mannschaften nach Rückschlägen zurückkommen.

Afrika, Außenseiter und David gegen Goliath

Viele Stimmen richten den Blick bewusst auf Teams abseits der ganz großen Favoriten. Fin Bartels, Ex-Profi und inzwischen Talentscout bei Holstein Kiel, freut sich besonders auf Spiele „David gegen Goliath“. Auch Patrick Herrmann liebt es, afrikanischen Fußball zu schauen, und kann sich sogar vorstellen, dass irgendwann einmal eine afrikanische Mannschaft Weltmeister wird.

Yannick Jakubowski vom FC Kilia Kiel freut sich besonders auf Teams aus Afrika und Südamerika, die man sonst seltener verfolgt. Senegal hält er für stark. Peter Geuenich vom TSV Kronshagen ist gespannt, wie sich die afrikanischen Mannschaften weiterentwickelt haben. Dr. Tim Cassel vom SHFV drückt unter anderem Südafrika und Schottland die Daumen und hofft auf viele schottische Fans mit ihrer besonderen Fankultur.

Gerade die ersten Turniertage zeigen: Außenseiter können diese WM prägen. Kap Verde holte gegen Spanien ein 0:0, Ägypten punktete gegen Belgien, Saudi-Arabien gegen Uruguay. Genau solche Geschichten machen eine Weltmeisterschaft aus.

Atmosphäre, Familie und besondere Momente

Nicht jeder nennt einen bestimmten Spieler. Viele freuen sich vor allem auf das Gefühl einer WM. Henrik Krüger, NordKick-Unterstützer mit Krüger Gartenpflege & Gestaltung, freut sich auf die besondere Atmosphäre. Für ihn verbindet Fußball Menschen – beim Public Viewing oder vor dem Fernseher.

Maik Haberlag, zuletzt Trainer des Eckernförder SV, freut sich auf die Stimmung und das gemeinsame Schauen mit Familie und Freunden. Jonas Schomaker vom VfR Neumünster freut sich schlicht darauf, dass wochenlang Fußball läuft. Andre Jeschkeit, Sportlicher Leiter der Holstein Women, schaut besonders auf England, die englischen Fans und Harry Kane. Auch Tim Bruhn von Nordlinie nennt Kane als Spieler, auf den er schaut.

Zwischen Magie und Skepsis

Die Vorfreude ist da – aber sie ist nicht überall grenzenlos. Einige Befragte haben noch nicht das volle WM-Fieber entwickelt. Thorge Salke sagt offen, dass er in diesem Jahr noch nicht so richtig drin sei. Berkant Özel hat „noch überhaupt keine Vorfreude wie sonst bei EMs oder WMs“. Dennis Polenkowski von UT Kiel merkt sogar, dass ihn solche Ereignisse immer weniger interessieren.

Genau darum geht es im nächsten Teil unserer NordKick-Serie.

Morgen in Teil 6

Im nächsten Teil wird es kontrovers: FIFA, Kommerzialisierung, Ticketpreise, politische Lage, 48 Mannschaften, weite Reisen und schwierige Anstoßzeiten. Viele Fußballmenschen aus Schleswig-Holstein freuen sich zwar auf den Sport – aber längst nicht alle auf das Drumherum dieser Weltmeisterschaft.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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