„Man kann sich aufeinander verlassen“ – Jonas Meffert ist voller Vorfreude

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Jonas Meffert verspürt richtig Lust auf die neue Saison mit Holstein Kiel

Die vergangene Saison hatte für Holstein Kiel viele Höhen und Tiefen. Für Jonas Meffert hat gerade diese schwierige Zeit die Mannschaft enger zusammengeschweißt. Vor dem Start der neuen Spielzeit blickt der defensive Mittelfeldspieler deshalb mit viel Zuversicht nach vorne – und sieht den Kader besser aufgestellt als noch vor einem Jahr.

Schon nach der ersten Trainingseinheit war Jonas Meffert die Vorfreude auf die neue Saison anzumerken. Der Mittelfeldspieler sprach von einer positiven Stimmung innerhalb der Mannschaft und sieht gute Voraussetzungen dafür, dass Holstein Kiel den nächsten Schritt machen kann. „Ich gehe mit einem sehr positiven Gefühl in die Saison“, sagte Meffert nach dem Trainingsauftakt in Gettorf.

Schwierige Momente haben die Mannschaft zusammengeschweißt

Ein Grund für seinen Optimismus liegt in den Erfahrungen der vergangenen Spielzeit. Gerade die schwierigen Phasen hätten den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft gestärkt. „Wir sind durch eine sehr harte Phase gegangen – sportlich und mental. Das kann eine Mannschaft auch verbinden.“ Besonders die gemeinsamen Erfolgserlebnisse seien im Gedächtnis geblieben. „Wenn ich die Jungs jetzt sehe, weiß ich: Mit denen stand ich schon in schwierigen Situationen auf dem Platz. Man kann sich aufeinander verlassen.“

Nach mittlerweile einem gemeinsamen halben Jahr seien viele Abläufe selbstverständlich geworden. Genau das könne in einer langen Zweitligasaison ein entscheidender Vorteil sein.

Neuzugänge hinterlassen guten ersten Eindruck

Auch von den bisherigen Neuverpflichtungen zeigte sich Meffert angetan. Besonders ein Spieler fiel ihm bereits in der ersten Einheit auf. „Giorgi Kvilitaia wollte jeden Ball haben. Er wollte Verantwortung übernehmen und das Spiel entscheiden. Das sind gute Zeichen.“

Natürlich lasse sich nach einem Training noch kein endgültiges Urteil fällen. Dennoch habe er den Eindruck, dass die Verantwortlichen genau die Spielertypen verpflichtet haben, die der Mannschaft zuletzt gefehlt hätten. „Ich vertraue Olaf Rebbe zu hundert Prozent. Ich glaube, sie haben sich viele Gedanken gemacht, was wir brauchen.“

Intensiver Sommer unter Tim Walter

Dass die Vorbereitung unter Tim Walter anstrengend wird, weiß Meffert aus gemeinsamer Zeit beim Hamburger SV bereits bestens. „Wir werden sehr viel arbeiten. Die Prinzipien des Trainers sind generell sehr intensiv.“ Mit einem Lächeln erinnerte er sich an ein Wintertrainingslager unter Walter zurück. „Damals hatten wir vier Trainingseinheiten am Tag. Das war ehrlich gesagt ein Tick zu viel. Ich hoffe, dass es diesmal etwas anders wird.“ Grundsätzlich freue er sich aber auf die intensive Arbeit mit Ball. „Mir liegt das trainieren mit Ball und in Spielformen mehr als einfach nur zu laufen.“

Kapitänsfrage spielt für Meffert keine Rolle

Nachdem Steven Skrzybski beim Trainingsauftakt aus Vorsichtsgründen nicht alle Spielformen absolvierte, stellte sich erneut die Frage nach der Kapitänsbinde. Ansprüche auf das Amt erhebt der 31-Jährige jedoch nicht. „Das entscheidet der Trainer. Ich habe die Binde gerne getragen, aber das ist für mich überhaupt nicht wichtig.“

Seine Rolle sehe er ohnehin eher auf dem Platz als in großen Ansprachen. „Meine Stärke ist nicht, der Lautsprecher zu sein. Ich möchte meinen Mitspielern helfen und sie besser machen – das geht mit und ohne Kapitänsbinde.“

Für Meffert zählt ohnehin etwas anderes: Dass Holstein Kiel die positive Stimmung aus dem Trainingsauftakt in den kommenden Wochen mitnimmt. Die Basis dafür, davon ist der Mittelfeldspieler überzeugt, sei gelegt.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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