Hängepartie um Fabio Vieira: HSV und Arsenal noch weit auseinander

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Fabio Vieira und der HSV - das passt zusammen. Aber kommt auch zusammen, was zusammen gehört?

Die mögliche Rückkehr von Fabio Vieira zum Hamburger SV bleibt kompliziert. Nach NordKick-Informationen gibt es weiterhin keine Einigung mit dem FC Arsenal. Zwischen den finanziellen Vorstellungen beider Vereine soll noch eine erhebliche Lücke liegen – weshalb sich der Poker bis zum Ende der Transferperiode ziehen könnte.

Zwischenzeitlich entstand der Eindruck, der HSV und Arsenal hätten sich bei den Verhandlungen um Fabio Vieira deutlich angenähert. Nach NordKick-Informationen ist das jedoch nicht der Fall. Eine Einigung über einen festen Transfer des Offensivspielers ist weiterhin nicht in Sicht.

Große Differenz bei der Ablöse

Arsenal soll für Vieira derzeit noch eine Ablösesumme von rund 18 Millionen Euro verlangen. Der HSV möchte den Transfer dagegen möglichst im einstelligen Millionenbereich realisieren. Denkbar wäre demnach, dass die Hamburger ihre Schmerzgrenze auf etwa zehn Millionen Euro erhöhen. Selbst in diesem Fall lägen die Vorstellungen der Vereine allerdings noch ungefähr acht Millionen Euro auseinander. Von einer unmittelbar bevorstehenden Einigung kann daher derzeit keine Rede sein.

Vieira will weiterhin zum HSV

Ein wichtiger Faktor im Transferpoker bleibt der Wunsch des Spielers. Vieira soll weiterhin unbedingt nach Hamburg zurückkehren wollen. Damit besitzt der HSV grundsätzlich eine gute Ausgangslage – allerdings nur dann, wenn Arsenal keine wirtschaftlich attraktivere Alternative findet. Sollte ein anderer Verein ein deutlich höheres Angebot einreichen, dürfte Arsenal versuchen, den Portugiesen von einem anderen Wechselziel zu überzeugen. Für die Londoner steht schließlich im Vordergrund, eine möglichst hohe Ablöse zu erzielen.

Der Spielerwunsch allein reicht dem HSV daher voraussichtlich nicht aus. Solange Arsenal auf einen weiteren Interessenten hoffen kann, besteht für den Premier-League-Club wenig Anlass, die Forderungen frühzeitig deutlich zu reduzieren.

Arsenal kann auf ein besseres Angebot warten

Vieira spielt in den sportlichen Planungen von Arsenal offenbar keine entscheidende Rolle mehr und soll abgegeben werden. Trotzdem müssen die Londoner aktuell keinen übereilten Abschluss akzeptieren. Arsenal kann zunächst abwarten, ob im Laufe der Transferperiode ein zahlungskräftigerer Interessent auftaucht. Erst wenn sich abzeichnet, dass ein solches Angebot ausbleibt, könnte der Druck steigen, sich mit dem HSV auf eine niedrigere Ablöse zu verständigen.

Genau darin liegt auch die Chance der Hamburger. Je näher das Ende des Transferfensters rückt, desto eher könnte Arsenal bereit sein, seine Forderungen anzupassen, um Vieira nicht weiterhin im Kader und auf der Gehaltsliste zu haben.

Auch der HSV dürfte auf Zeit spielen

Für den HSV besteht umgekehrt ebenfalls wenig Grund, die eigene Offerte schon jetzt deutlich zu erhöhen. Solange Vieira klar nach Hamburg tendiert und kein anderer Verein ernst macht, können die Verantwortlichen darauf hoffen, dass Arsenal seine Position später abschwächt.

Beide Seiten verfolgen damit derzeit gegensätzliche, aber nachvollziehbare Interessen: Arsenal wartet auf ein höheres Angebot, während der HSV darauf setzt, dass ein solches ausbleibt. Dadurch könnte sich der Poker noch über mehrere Wochen hinziehen.

NordKick-Prognose: Entscheidung erst spät im Transferfenster

Die NordKick-Prognose lautet deshalb: Die Personalie Fabio Vieira könnte sich bis zum Deadline Day oder zumindest bis in die Schlussphase der Transferperiode ziehen. Kommt kein besseres Angebot für Arsenal, dürften die Chancen des HSV mit der Zeit steigen. Meldet sich dagegen ein anderer Verein und bietet deutlich mehr, könnte der Transfer trotz Vieiras Wunsch noch scheitern.

Die HSV-Fans benötigen somit weiterhin Geduld. Die Rückkehr ihres Publikumslieblings bleibt möglich – kurzfristig ist eine Einigung nach aktuellem Stand aber nicht zu erwarten.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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