Dreierpacker Matene und die Aufstiegsambitionen von Holsteins U23

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Islam Matene und das neue Holstein U23-Gen

Islam Matene war beim 5:1-Erfolg der U23 von Holstein Kiel gegen den Heider SV der überragende Torschütze. Der Angreifer erzielte drei Treffer und verkörperte damit genau jene Zielstrebigkeit, mit der die Jungstörche in dieser Saison ganz oben angreifen wollen. Auch wenn Matene das konkrete Saisonziel nach außen vorsichtiger formuliert: Die Richtung ist eindeutig – Holstein möchte über die Meisterschaft in die Play-Offs und um den Aufstieg spielen.

Der Abend begann für Holsteins U23 zunächst mit einem Rückschlag. Bereits in der zwölften Minute brachte Fabian Arndt den Heider SV in Führung. Die Kieler ließen sich davon jedoch nicht aus ihrem Konzept bringen. Nur drei Minuten später glich Islam Matene aus kurzer Distanz aus.

Für den 21-Jährigen war die schnelle Antwort ein Ausdruck der neuen Stabilität innerhalb der Mannschaft. „Wir haben den 0:1-Rückstand sehr gut weggesteckt und unser Spiel weitergespielt.“ Nach dem Ausgleich erhöhte Holstein das Tempo erheblich. Die Jungstörche liefen ihre Gegenspieler früh an, zwangen Heide zu Ballverlusten und kontrollierten die Partie mit zunehmender Spieldauer immer deutlicher. „Wir haben sehr intensiv gepresst und den Gegner damit unter Druck gesetzt.“

Drei Tore – aber das Team steht im Vordergrund

Matene verwandelte noch vor der Pause einen selbst herausgeholten Strafstoß zum 3:1. Im zweiten Durchgang vollendete er nach einer scharfen Hereingabe seinen Dreierpack. Trotz seiner drei Treffer stellte der Angreifer die gemeinschaftliche Leistung in den Vordergrund. „Keines meiner Tore hätte ich ohne die Mannschaft erzielen können.“

Diese Haltung passt zu dem Bild, das die neu formierte U23 bislang vermittelt. Fehler werden nicht lange diskutiert, sondern gemeinsam aufgefangen. Genau das war auch nach dem frühen Rückstand zu erkennen. „Wenn jemand einen Fehler macht, wird nicht mit dem Finger auf ihn gezeigt. Wir konzentrieren uns sofort auf die nächste Aktion.“ Dies scheint sinnbildlich für das neue U23-Gen zu sein.

Holstein will nicht nur entwickeln

Die U23 besitzt traditionell den Auftrag, junge Spieler auf den Profifußball vorzubereiten. In dieser Saison soll sportlicher Erfolg jedoch ausdrücklich hinzukommen. Innerhalb der Mannschaft ist der Anspruch vorhanden, sich an der Spitze der Oberliga festzusetzen, Meister zu werden und anschließend den Sprung in die Regionalliga anzugehen.

Matene vermied nach dem Sieg zwar die ganz große öffentliche Ansage, ließ aber keinen Zweifel an den Ambitionen. „Wir haben unsere Ziele vor Augen, aber müssen dafür die Leistung von heute konstant über die gesamte Saison etablieren.“ Die Aussage ist zurückhaltender formuliert, ändert aber nichts an der sportlichen Stoßrichtung: Holstein möchte nicht lediglich eine ordentliche Oberliga-Saison spielen. Die Mannschaft will in die Aufstiegsrunde – und dafür führt der Weg nur über die Meisterschaft. „Wir sind eine sehr gute Truppe und können in diesem Jahr viel erreichen.“

Neue Energie unter Frederik Kaps

Ein entscheidender Faktor ist nach Matenes Einschätzung die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft. Trainer Jan Frederik Kaps, der viele Spieler bereits aus dem Nachwuchs kennt, hat eine Gruppe geformt, die auf dem Platz miteinander spricht, sich gegenseitig unterstützt und auch nach Rückschlägen ruhig bleibt. „Wir sind laut auf dem Platz und es macht im Training und im Spiel enorm viel Spaß.“ Matene fühlt sich dabei auch durch den Trainer gestärkt. „Der Trainer schützt uns und hilft uns dabei, den Kopf klar zu behalten.“

Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen den SV Eichede und dem deutlichen Erfolg gegen Heide steht Holstein bei vier Punkten. Der erste Sieg war ein frühes Signal an die Konkurrenz. Entscheidend wird nun sein, genau jene Konstanz zu entwickeln, die Matene selbst eingefordert hat. Denn ein einzelnes 5:1 bringt noch keinen Aufstieg. Es zeigt aber, welches Potenzial in dieser jungen Kieler Mannschaft steckt – und wohin die Reise führen soll.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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