Kapralik über Kiels Saisonstart: „Ich kann nicht zufrieden sein“

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Adrian Kapralik ist von Branimir Hrgota nicht zu halten

Zwei Spiele, zwei Punkte – und zweimal ein 2:2 nach völlig unterschiedlichen Spielverläufen. Holstein Kiels Adrian Kapralik sieht beim Saisonstart noch reichlich Luft nach oben. Der Slowake verteidigt zugleich den offensiveren und risikoreicheren Ansatz unter Tim Walter und sieht auch bei sich selbst noch Steigerungspotenzial.

Gegen Darmstadt verspielte Holstein eine 2:0-Führung, gegen den FC St. Pauli holten die Störche dagegen selbst einen 0:2-Rückstand auf. Zwei Punkte stehen damit nach zwei Spieltagen auf dem Konto – zu wenig für Kapraliks Ansprüche. „Ich kann nicht zufrieden sein, insbesondere nach dem ersten Spiel. Es ist nicht gut“, sagte der Offensivspieler nach dem öffentlichen Training am Dienstag. Immerhin habe die Aufholjagd gegen St. Pauli gezeigt, dass die Mannschaft Rückschläge wegstecken könne: „Es ist auch sehr gut für unsere Köpfe, dass wir es geschafft haben.“

Kapralik verteidigt den riskanten Ansatz

Auffällig waren bislang vor allem die individuellen Fehler, die Holstein in beiden Partien teuer zu stehen kamen. Ein grundsätzliches Defensivproblem sieht Kapralik deshalb aber nicht. „Natürlich haben wir kein Problem mit der Defensive. Wir spielen mit einem gewissen Risiko. Wenn wir einen Fehler machen, tut es weh“, erklärte der 24-Jährige. Entscheidend sei, die einfachen Fehler abzustellen.

Dass Holstein unter Walter deutlich offensiver auftritt als noch in der vergangenen Saison, gefällt Kapralik: „Wir haben unser System komplett verändert. Letztes Jahr haben wir defensiver gespielt, jetzt spielen wir offensiver.“ Und aus seiner persönlichen Sicht ist die Sache ohnehin eindeutig: „Natürlich will jeder offensiver spielen. Für mich ist es besser.“

Kapralik fordert Zahlen von sich selbst

Auch mit seiner eigenen Entwicklung beschäftigt sich der slowakische Nationalspieler intensiv. Kapralik fühlt sich inzwischen stabiler als noch vor einigen Monaten. „Ich fühle mich besser, viel besser. Jetzt muss ich es auf dem Platz zeigen – besonders mit den Statistiken. Das ist das Wichtigste.“

Sein Ziel: weniger Leistungsschwankungen und mehr Zählbares. Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits im DFB-Pokal beim TSV 1860 München. Für Kapralik ist die Ausgangslage dort denkbar einfach: „Es ist ein Pokalspiel. Wir haben nur eine Option: Wir müssen gewinnen.“

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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