Der Heikendorfer SV gehört in der Verbandsliga Ost zu den positiven Überraschungen der Saison. Nach einem personellen Umbruch im Sommer steht das Team von Trainer Mark Hungerecker auf Tabellenplatz zwei – und hat damit alle Trümpfe für eine spannende Rückrunde in der Hand. „Sportlich sind wir mit der bisherigen Saison absolut zufrieden“, bringt es der ehrgeizige Coach auf den Punkt.
Umbruch schnell verarbeitet
Sieben Abgänge, sechs Neuzugänge – ein Sommer, der eigentlich nach Übergangssaison klang. Doch Heikendorf fand erstaunlich schnell in die Spur. Die Neuen wurden zügig integriert, der Konkurrenzkampf belebte das Team, und vor allem gegen den Ball machte die Mannschaft einen klaren Schritt nach vorn.
Das zeigt sich auch in Zahlen: Nur 13 Gegentore in 17 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Gerade in Partien wie gegen Preetz, Pönitz oder Gremersdorf lieferte der HSV starke Leistungen ab. Lediglich gegen Altenholz im Hinspiel sowie in Plön blieb das Team unter den eigenen Möglichkeiten.
Defensiv gefestigt – offensiv noch Luft nach oben
Während die Defensive inzwischen als echte Stärke gilt, setzt Hungerecker in der Vorbereitung sein Augenmerk auf die Offensive. „In der Vorbereitung werden wir fokussiert an unserem Offensivspiel arbeiten. Dort wollen wir Automatismen und Abläufe verfeinern. Denn gerade hier müssen wir uns noch verbessern“, gibt „Hunger“ die Marschrichtung vor.
Unterstützung bekommt das Team dabei auch personell aus dem eigenen Kader: Robin Strehlau kehrt aus der Elternzeit zurück, zudem steigen die Langzeitverletzten Nico Heinrich und Luca Rathmann wieder ins Training ein. Und dann ist da noch der torgefährliche Hoffnungsträger: Angreifer Ayberk Kaya ist nach langer Verletzung zurück und hat in nur zehn Einsätzen bereits acht Treffer erzielt – ein Faktor, der Heikendorf im Saisonendspurt enorm helfen kann.
Ziel klar – aber realistisch
Als Tabellenzweiter in die Rückrunde zu gehen, bringt eine klare Erwartungshaltung mit sich. „Wenn man als Tabellenzweiter in die restlichen Spiele geht, möchte man sich als Sportler ungern verschlechtern“, gibt Hungerecker zu, aber weiß auch um die Ausgeglichenheit der Liga, in der sich „das Bild schnell wieder drehen kann“.
Hungerecker selbst blickt aber mit Vorfreude auf die kommenden Wochen: Die Mannschaft sei ehrgeizig, wissbegierig und entwicklungswillig. Dazu kommen neue Projekte im Verein, die zeigen: In Heikendorf bewegt sich etwas – sportlich wie strukturell.
Fazit:
Der Heikendorfer SV geht mit stabiler Defensive, wachsender mannschaftlicher Reife und einem wiedererstarkten Torjäger in die Rückrunde. Wenn nun auch das Offensivspiel konstanter wird, ist nach oben alles möglich.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
