Noch vor wenigen Wochen galt die Rückkehr von Tom Wüllner zum FC Kilia Kiel als beschlossene Sache. Der Offensivspieler sollte nach Jahren im höherklassigen Amateurfußball noch einmal das Kilia-Trikot überstreifen und in der Oberliga angreifen. Nun kommt alles anders: Wüllner wird doch nicht zu Kilia wechseln – und stattdessen bei der SpVg Eidertal Molfsee bleiben. Allerdings künftig nur noch in deutlich reduziertem Umfang.
Beruf und Privatleben geben den Ausschlag
Wie Wüllner gegenüber NordKick erklärte, seien vor allem berufliche und private Gründe ausschlaggebend für die Kehrtwende gewesen. „Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich den Aufwand beruflich und privat nicht mehr schaffe. Das hat sich auf der Arbeit in den letzten Monaten einfach in diese Richtung entwickelt“, so Wüllner. Der Schritt sei ihm keineswegs leicht gefallen. Gerade die Aussicht, noch einmal ein Jahr Oberliga beim FC Kilia Kiel zu spielen, habe ihn gereizt. „Ich hatte schon noch einmal Bock auf ein Jahr Kilia Oberliga.“
Statt Oberliga nun Verbandsliga bei Foley, Bartels und Siedschlag
Ganz auf Fußball verzichten will der frühere Kilia- und Regionalligaspieler allerdings nicht. Wüllner bleibt bei Eidertal Molfsee – genauer gesagt bei der zweiten Mannschaft um Trainer und Sportchef Chris Foley. Dort trifft er unter anderem auf die Ex-Profis Fin Bartels und Tim Siedschlag. Gespielt wird in der Verbandsliga – offenbar mit deutlich geringerem zeitlichen Aufwand. „Quasi Karriereende beziehungsweise Fortsetzung nur noch in unserer Zweiten ohne Training“, sagte Wüllner mit einem Lachen auf den Lippen.
Gute Beziehung zu Kilia bleibt bestehen
Die Entscheidung bedeutet allerdings keineswegs einen Bruch mit dem FC Kilia Kiel. Wüllner pflegte über die Jahre stets einen guten Draht zum Verein und stand bereits zu Regionalligazeiten für die Kieler auf dem Platz. Vielmehr wirkt der Schritt wie eine bewusste Prioritätenverschiebung – weg vom maximalen sportlichen Aufwand, hin zu mehr Balance zwischen Beruf, Privatleben und Fußball. „Beruflich sehr gut, privat auch – für Fußball schlecht“, fasste Wüllner die Situation selbstironisch zusammen.
Für die SpVg Eidertal Molfsee II dürfte die Entscheidung hingegen ein echter Gewinn sein. Denn mit Wüllner bleibt ein erfahrener und spielstarker Akteur erhalten, der der Mannschaft – auch ohne regelmäßigen Trainingsbetrieb – enorm weiterhelfen kann.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
