
Kilia entscheidet das Spiel schon vor der Pause – Heider SV ohne Chance auf dem Kilia-Platz
Flutlicht, klare Verhältnisse und ein dominanter Auftritt: Der FC Kilia Kiel hat den Heider SV am Freitagabend in der Oberliga Schleswig-Holstein mit 5:0 (4:0) deutlich besiegt und damit den fünften Sieg in Serie eingefahren. Während Kilia seine starke Form eindrucksvoll bestätigte, setzt sich die Negativserie der Gäste weiter fort – acht Spiele in Folge ohne Sieg.
Blitzstart und frühe Entscheidung
Kilia legte direkt los: Bereits in der 5. Minute setzte sich Joshua Nwokoma stark über die rechte Seite durch, legte in den Rückraum auf Jannis Voß – doch dessen Abschluss ging knapp vorbei. Kurz darauf klingelte es erstmals: In der 12. Minute nutzte Felix Niebergall einen schnellen Angriff zur 1:0-Führung.
Nach einer kurzen Phase, in der Heide etwas besser ins Spiel fand, folgte der nächste Nackenschlag – und der sorgte für Diskussionen.
Umstrittener Elfmeter als Knackpunkt
In der 29. Minute verwandelte Marc Schwabe einen Foulelfmeter zum 2:0 – vorausgegangen war ein Zweikampf zwischen dem Heider Steffen Neelsen und dem Kieler Luca Bjarne Senger, den viele als durchaus strittig bewerteten –oder anders gesagt: Es schien keine Berührung vorgelegen zu haben. Trotzdem zeigt der Referee auf den Punkt.
Heide-Coach Markus Wichmann fand nach dem Spiel deutliche Worte: „Der Elfmeter ist meiner Meinung nach eine bodenlose Frechheit. Ich hätte es extrem gefeiert, wenn der Spieler das zugibt – auch bei einem letztlichen 0:5.“ Doch unabhängig von der Szene war Kilia an diesem Abend schlicht überlegen.
Schwabe überragt – Kilia gnadenlos effektiv
Nur drei Minuten nach dem Elfmeter legte Schwabe nach: Mit einem starken Solo von rechts zog er nach innen und traf mit links zum 3:0 (32.). Kilia spielte mit Tempo, Breite und enormer Geschwindigkeit auf den Flügeln – für die Defensive des Heider SV kaum zu kontrollieren.
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann die endgültige Vorentscheidung: Wieder war es Schwabe, der nach glänzender Vorarbeit von Nwokoma aus kurzer Distanz zum 4:0 einschob. Zur Pause war die Partie bereits entschieden.
Zweite Halbzeit ohne große Höhepunkte
Nach dem Seitenwechsel verwaltete Kilia das Spiel weitgehend souverän. Heide zeigte zumindest Ansätze: Kapitän Jonah Gieseler bereitete zwei Möglichkeiten vor, doch weder Hendrik Fleige noch seine Mitspieler konnten daraus Kapital schlagen.
Wichmann analysierte selbstkritisch: „Wir haben 80 Prozent der Zweikämpfe verloren. So gewinnst du kein Spiel – gegen keine Mannschaft in dieser Liga.“
Voß setzt den Schlusspunkt
In der Schlussphase nutzte Kilia einen HSV-Abwehrfehler eiskalt aus: Jannis Voß traf in der 83. Minute zum 5:0-Endstand. Danach plätscherte die Partie ohne weitere Highlights aus.
Soranno lobt „beste Leistung des Jahres“
Kilia-Trainer Nicola Soranno zeigte sich hochzufrieden: „Das war mit Abstand die beste Halbzeit, die wir in diesem Jahr gespielt haben – in allen Belangen. Gegen den Ball eklig, mit dem Ball sehr klar. Die Jungs haben die Räume überragend bespielt.“ Und weiter: „Wir haben heute alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Deshalb ist der Sieg auch in der Höhe verdient.“
Der Abend in Kiel hat vor allem eines gezeigt: Wenn Kilia ins Rollen kommt, ist diese Mannschaft nur schwer zu stoppen.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
