Sörensen bleibt Trainer in Todesfelde – trotz Profi-Angebot aus Kiel

Der SV Todesfelde setzt ein starkes Zeichen für Kontinuität: Trainer Björn Sörensen hat seinen Vertrag verlängert – und das trotz einer hochinteressanten Anfrage aus dem Profibereich.

Der Tabellenführer der Oberliga Schleswig-Holstein steuert mit großem Vorsprung auf die Regionalliga zu – und kann den immer näher rückenden Aufstieg nun gemeinsam mit seinem Erfolgstrainer angehen.

„Noch nicht fertig“ in Todesfelde

Für Sörensen war die Entscheidung vor allem eine Herzensangelegenheit. Trotz aller Optionen im Profifußball sieht er seine Aufgabe beim SV Todesfelde noch nicht als abgeschlossen. „Ich habe schon gesagt, dass ich in Todesfelde noch nicht fertig bin und wir noch gemeinsam etwas vorhaben“, erklärt der Coach. Die aktuelle Entwicklung unterstreiche das Potenzial des Vereins deutlich – unabhängig vom Ausgang der Saison.

Vor allem die Mannschaft habe es ihm angetan: „Der Charakter des gesamten Vereins und insbesondere der Mannschaft ist überragend und passt genau zu der Art, wie ich Fußball spielen lassen möchte.“

Holstein-Anfrage: „Ein Traum – aber nicht der richtige Zeitpunkt“

Besonders bemerkenswert: Sörensen hatte konkrete Gespräche mit Holstein Kiel geführt. Dort stand ein Engagement bei der U23 im Raum – verbunden mit dem möglichen Einstieg in den Profifußball. „Natürlich wäre es ein Traum gewesen, sich nur noch auf Fußball zu konzentrieren und die Leidenschaft zum Beruf zu machen“, gibt Sörensen offen zu. Doch am Ende überwogen andere Faktoren: „Es war einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt. Familie, Beruf und die aktuelle Aufgabe – das muss alles im Einklang stehen.“

Bewusste Entscheidung für Stabilität

Die Entscheidung fiel ihm nicht leicht. „Es war eine schwerere Entscheidung“, sagt Sörensen rückblickend. Neben den sportlichen Reizen mussten auch private und berufliche Aspekte berücksichtigt werden.

Gerade diese Klarheit sieht er als entscheidend: „Ich finde, es ist im Fußball wichtig, klar zu bleiben und alle Faktoren ehrlich zu bewerten.“ Dass der Prozess länger dauerte, lag auch an der Vielzahl beteiligter Parteien – von Verein und Arbeitgeber bis hin zur Familie.

Gemeinsamer Weg in Richtung Regionalliga

Mit der Verlängerung sendet der SV Todesfelde ein deutliches Signal: Der eingeschlagene Weg soll gemeinsam fortgesetzt werden – idealerweise eine Liga höher. „Wir haben in dieser Saison einige Möglichkeiten auf Titel und wollen daraus auch in der nächsten Spielzeit ernten“, so Sörensen. Die Mannschaft honorierte die Entscheidung mit Applaus – für den Trainer ein schönes Zeichen: „Das hat mich gefreut. Wir pflegen einen guten Umgang miteinander.“

Fazit

Björn Sörensen entscheidet sich bewusst gegen den schnellen Schritt in den Profifußball – und für Kontinuität, Vertrauen und ein spannendes Projekt beim SV Todesfelde. Ein klares Statement: Manchmal ist der richtige Moment wichtiger als die große Chance.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.