Große Erleichterung beim Osterrönfelder TSV: Der OTSV hat den Klassenerhalt in der Verbandsliga endgültig perfekt gemacht. Mit einem verdienten 3:0-Auswärtssieg beim TSV Friedrichskoog sicherte sich die Mannschaft vom Bahndamm den Ligaverbleib und kann damit auch in der kommenden Saison für die Verbandsliga planen.
Dabei reiste die Mannschaft von Trainer Maik Gabriel mit erheblichen personellen Problemen an die Westküste. Gleich mehrere Spieler fehlten den Blau-Gelben, darunter Silas Einfeldt, Johannes Bruns, Bobby Zuleger, Luca Wallschläger, Mattis Lenz, Fabian Baltz, Florian Kracht und Kevin Czaja. Auch Gastgeber Friedrichskoog war personell arg gebeutelt und brachte lediglich zwölf Spieler auf den Spielberichtsbogen.
Zwei A-Jugendliche feiern ihr Debüt
Trotz der schwierigen Ausgangslage zeigte der OTSV Moral. Besonders bemerkenswert: Mit Kjell Bodtke im Tor und Finn Hölzer feierten gleich zwei A-Jugendliche ihr Liga-Debüt. Auf dem schwer bespielbaren und holprigen Platz war den Gästen die Nervosität zunächst deutlich anzumerken. Friedrichskoog versuchte früh, das Tempo aus der Partie zu nehmen und lauerte immer wieder auf Konter. Vier brenzlige Situationen musste der OTSV in der Anfangsphase überstehen.
Gabriels Ansprache bringt die Wende
Erst eine Trinkpause nach 22 Minuten sorgte für die nötige Ruhe im Osterrönfelder Spiel. Trainer Maik Gabriel schärfte seiner Mannschaft noch einmal die Sinne – und anschließend bekam der OTSV die Partie deutlich besser in den Griff.
Die Gäste wurden dominanter, kontrollierten das Spielgeschehen und ließen defensiv kaum noch etwas zu. In der 36. Minute belohnte sich der OTSV schließlich für den steigenden Druck: Jamie Liß setzte sich im Strafraum stark durch und traf zur wichtigen 1:0-Führung. Noch vor dem Halbzeitpfiff legten die Gäste nach. Oliver Schmeling erhöhte auf 2:0 und brachte den OTSV damit bereits mit einem Bein Richtung Klassenerhalt.
Grbavac sorgt für die Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel stemmte sich Friedrichskoog zwar noch einmal gegen die drohende Niederlage, musste allerdings kurz nach Wiederbeginn selbst einen weiteren personellen Rückschlag verkraften: Torwart Colin Little verletzte sich und musste ausgewechselt werden.
Die endgültige Entscheidung fiel in der 60. Minute. Nach einer scharfen Hereingabe von Linus Ramaker unterband ein klares Handspiel im Strafraum die Situation. Schiedsrichter Benjamin Müller zeigte sofort auf den Punkt. Marko Grbavac übernahm Verantwortung und verwandelte den Strafstoß souverän zum 3:0.
Am Ende zählt nur der Klassenerhalt
In der Schlussphase war beiden Mannschaften der Kräfteverschleiß deutlich anzumerken. Die dünne Personaldecke, die hohen Temperaturen und der intensive Abstiegskampf forderten ihren Tribut. Viel Spielfluss kam nicht mehr auf, stattdessen lebte die Partie zunehmend von Fehlern und einzelnen Umschaltmomenten. Das interessierte beim OTSV am Ende allerdings niemanden mehr. Mit dem Schlusspfiff war der Klassenerhalt perfekt – und damit das große Ziel erreicht.
Artikel: Ole Jacobsen, Bild: OTSV-Kai Nacken-Hoffmann, hfr.
