Darum übernimmt Jörg Ahrens die Probsteier SG – Bohrmann zurück zwischen die Pfosten

Die Probsteier SG 2012 stellt die Weichen für die kommende Saison neu – und setzt dabei auf einen spannenden Mix aus Erfahrung, Kontinuität und frischem Impuls. Im Zentrum der Neuausrichtung steht der Wechsel auf der Cheftrainerposition: Jörg Ahrens übernimmt künftig die Verantwortung an der Seitenlinie.

Aktuell steht die PSG auf Rang drei der Verbandsliga Ost und darf sich noch leise Hoffnungen im Aufstiegsrennen machen – unabhängig vom Saisonendspurt richtet sich der Blick aber bereits klar nach vorne.

Bohrmann macht Platz – und bleibt trotzdem wichtig

Thomas Bohrmann tritt als Cheftrainer zurück, bleibt dem Verein jedoch in einer anderen Rolle erhalten. Künftig kehrt er zwischen die Pfosten zurück und wird zusätzlich als Torwarttrainer fungieren. Damit bleibt eine wichtige Konstante im Verein erhalten – ebenso wie Co-Trainer Reza Jalaly, der weiterhin Teil des Trainerteams ist.

Ahrens will es noch einmal wissen

Mit Jörg Ahrens übernimmt ein erfahrener Fußballfachmann, der vor allem im Jugendbereich bereits erfolgreiche Arbeit geleistet hat – unter anderem bei der SpVg Eidertal Molfsee und dem TSV Kronshagen. Zuletzt war es ruhiger um ihn geworden, auch weil einige kurzfristige Stationen nicht den gewünschten Erfolg brachten.

Für den bald 63-Jährigen ist die Aufgabe bei der PSG eine ganz besondere – möglicherweise sogar die letzte Station seiner Trainerlaufbahn. „Die Pause war mega wichtig für mich, um herauszufinden, was ich will und ob ich noch Trainer sein möchte“, sagt Ahrens im Gespräch. „Ich habe mich in der Vergangenheit durch falsche Motivation leiten lassen – daher waren die kurzfristigen Stationen nicht zielführend.“

„Ich hätte bei Eidertal bleiben sollen“

Ahrens blickt dabei auch selbstkritisch auf seine Karriere zurück und findet klare Worte: „Ich hätte damals bei Eidertal bleiben sollen, da lief noch alles in die richtige Richtung.“ Umso wichtiger ist ihm jetzt die neue Aufgabe bei der Probsteier SG – auch, weil der Verein für genau das steht, was ihm zuletzt gefehlt hat: „Bei der PSG setzt man auf Kontinuität – und die wünsche ich mir auch.“

Klare Spielidee: Dominant und konstant

Sportlich bringt Ahrens eine klare Vorstellung mit. Sein Ziel: mehr Kontrolle, mehr Stabilität – und vor allem mehr Konstanz. „Meine Spielphilosophie ist dominanter Fußball. Ich möchte, dass wir über 90 Minuten und an jedem Spieltag konstant dominant auftreten“, erklärt er. Der Schlüssel dazu liege vor allem im Training: „Ich möchte durch Sicherheit in den eigenen Abläufen mehr Konstanz in die Ergebnisse bekommen.“

Verein setzt auf Erfahrung und neue Impulse

Auch Ligaobmann Uli Schröder sieht in der Personalie einen wichtigen Schritt: „Nach dem Rücktritt von Thomas Bohrmann braucht die Mannschaft neuen Input und klare Vorgaben. Genau das erhoffen wir uns von Jörg.“

Fazit: Letzte Chance – oder perfekter Abschluss

Für Jörg Ahrens ist die Aufgabe bei der Probsteier SG mehr als nur eine weitere Station. Es ist die Chance, seine Trainerlaufbahn mit einem positiven Kapitel zu beenden. Die Voraussetzungen stimmen: ambitionierte Mannschaft, stabiles Umfeld – und ein Trainer, der weiß, worauf es jetzt ankommt. Oder wie er selbst sagt: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit – und will hier etwas Nachhaltiges aufbauen.“

Artikel: Ole Jacobsen, Bild: Probsteier SG, hfr.