Der erste Schritt ist gemacht, doch der Weg zurück in die Regionalliga Nord ist noch lang. Nach dem souveränen 2:0-Auftaktsieg gegen den Blumenthaler SV steht für den SV Todesfelde am Mittwochabend bereits die nächste große Herausforderung in der Aufstiegsrunde an. Um 19 Uhr gastiert die Mannschaft von Trainer Björn Sörensen beim Eimsbütteler TV – jenem Team, das zum Auftakt Germania Egestorf-Langreder deutlich mit 4:1 besiegte und damit ebenfalls ein Ausrufezeichen setzte. Die Ausgangslage ist klar: Der Sieger dieses Duells verschafft sich eine hervorragende Position im Rennen um den Regionalliga-Aufstieg.
Gelungener Auftakt gegen Blumenthal
Mit dem 2:0-Erfolg gegen den Blumenthaler SV erwischten die Segeberger einen gelungenen Start in die Aufstiegsrunde. Zwar tat sich Todesfelde insbesondere in der ersten Halbzeit gegen tief stehende Gäste phasenweise schwer, kontrollierte die Partie aber über weite Strecken und ließ defensiv kaum etwas zu.
Nach torloser erster Hälfte erlöste Morten Liebert seine Mannschaft in der 54. Minute mit dem Führungstreffer. Für besonderen Jubel sorgte anschließend Marco Drawz, der nach langer Leidenszeit und überstandener Kreuzbandverletzung in der 80. Minute den Endstand herstellte. „Wir haben einen guten Start in die Aufstiegsrunde geschafft, waren sehr dominant und haben dem Gegner wenig zugelassen“, blickt Trainer Björn Sörensen zurück. Besonders die Defensivleistung imponierte dem Coach. Blumenthals gefährlicher Torjäger und Kapitän Kilian Lammers, der in der Bremen-Liga 26 Saisontreffer erzielt hatte, wurde nahezu komplett aus dem Spiel genommen.
Kunstrasen, starke Offensive und viel Qualität
Deutlich anspruchsvoller dürfte nun die Aufgabe beim Eimsbütteler TV werden. Die Hamburger verfügen über enorme Offensivqualitäten und haben ihre Stärke beim 4:1 gegen Egestorf-Langreder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sörensen erwartet einen Gegner mit außergewöhnlicher Qualität in der Offensive. „Mit über 100 Saisontoren hat Eimsbüttel eine enorme Wucht nach vorne. Sie haben nicht den einen Torjäger, sondern viele verschiedene Spieler, die jederzeit gefährlich werden können“, erklärt der Trainer.
Besonders die Dynamik über die Außenbahnen, das schnelle Kombinationsspiel sowie die Vielzahl an torgefährlichen Akteuren machen den ETV so schwer ausrechenbar. Hinzu kommt der Kunstrasenplatz in Hamburg, auf dem die Gastgeber ihre Heimspiele austragen. Ein möglicher Vorteil für die Hamburger, die dort regelmäßig trainieren und spielen. Für Sörensen spielt das jedoch nur eine untergeordnete Rolle. „Wir werden uns nicht mit dem Untergrund beschäftigen. Am Ende bleibt es Fußball. Wir wollen unser eigenes Spiel durchbringen und die Räume nutzen, die uns der Gegner anbietet.“
Sieg würde Tür zur Regionalliga weit öffnen
Ein Blick auf die Tabelle zeigt die Bedeutung dieser Partie. Sowohl Todesfelde als auch Eimsbüttel haben ihre Auftaktspiele gewonnen und stehen mit drei Punkten an der Spitze der Vierergruppe. Dahinter folgen Blumenthal und Egestorf-Langreder ohne Zähler. Mit einem Auswärtssieg würde der SV Todesfelde auf sechs Punkte stellen und sich vor dem abschließenden Spieltag am Sonntag gegen Egestorf eine hervorragende Ausgangsposition verschaffen. Gleichzeitig könnte man einen direkten Konkurrenten bereits entscheidend distanzieren.
Die Mannschaft fährt deshalb mit viel Selbstvertrauen nach Hamburg. „Wir fahren mit dem klaren Ziel dorthin, wieder zu gewinnen. Wir wollen einen großen weiteren Schritt Richtung Regionalliga-Aufstieg machen“, macht Sörensen deutlich. Die Voraussetzungen für einen hochklassigen Fußballabend sind damit geschaffen. Zwei offensivstarke Mannschaften, zwei Auftaktsieger und eine Ausgangslage, die kaum spannender sein könnte. Für den SV Todesfelde könnte das Spiel beim Eimsbütteler TV bereits richtungsweisenden Charakter im Kampf um die Rückkehr in die Regionalliga Nord besitzen.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
