Der VfB Kiel wird auch in der kommenden Saison in der Kreisliga antreten. Nach der 1:3-Heimniederlage im Hinspiel verlor die Mannschaft von Trainer Tim Spirgatis auch das Rückspiel bei TS Einfeld mit 1:3 (1:1) und verpasste damit die Rückkehr in die Verbandsliga.
Vor den Zuschauern in Einfeld erwischten die Gastgeber den besseren Start und gingen bereits in der 16. Minute durch Luca Grammes mit 1:0 in Führung. Der VfB zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und fand schnell zurück ins Spiel.
Köhler gleicht aus – VfB lässt große Chance liegen
Die Kieler hatten sich vorgenommen, den Gegner früh unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen. Dieser Plan ging nach Ansicht von Trainer Tim Spirgatis zunächst auf. In der 23. Minute belohnte sich der VfB durch eine starke Einzelaktion von Jesko Köhler mit dem verdienten Ausgleich.
Anschließend übernahm der VfB zunehmend die Kontrolle über die Partie und hatte die große Möglichkeit, das Spiel zu drehen. Die beste Gelegenheit vergab jedoch Tanathorn Rermsoongnern, der nach einer sehenswerten Kombination nur den Pfosten traf. „Ab dem 1:1 hatten wir das Spiel voll im Griff und waren dominant. Wenn wir zu diesem Zeitpunkt das 2:1 machen, dann fängt Einfeld wahrscheinlich an zu überlegen. Man hat schon gemerkt, dass sie nach dem Ausgleich nicht mehr ganz so sicher waren“, erklärte Spirgatis nach der Partie.
Einfeld nutzt Fehler eiskalt aus
Auch nach dem Seitenwechsel versuchte der VfB, Druck aufzubauen und das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Die Gastgeber verteidigten jedoch leidenschaftlich und warteten auf ihre Chancen. In der 77. Minute nutzte Björn Ole Steinmetz einen Ballverlust im Kieler Zentrum zur erneuten Führung für die TS Einfeld. Der VfB musste nun noch mehr Risiko gehen, wodurch sich weitere Räume für die Gastgeber ergaben. Kurz vor Schluss machte Max Schlüter mit dem Treffer zum 3:1 in der 89. Minute alles klar und beseitigte die letzten Zweifel am Aufstieg der Einfelder.
Spirgatis: „Einfeld steigt verdient auf“
Trotz der Enttäuschung zeigte sich VfB-Trainer Tim Spirgatis nach dem Spiel fair und gratulierte dem Gegner. „Zunächst natürlich Glückwunsch an Einfeld. Wenn man beide Spiele gewinnt, steigt man am Ende verdient auf. Unabhängig von den Spielverläufen haben sie sich das verdient“, sagte der VfB-Coach. Gleichzeitig blickte er auch mit Stolz auf die eigene Mannschaft zurück. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir überhaupt die Möglichkeit hatten, uns über die Relegation den Aufstieg zu verdienen. Die Mannschaft hat eine starke Saison gespielt.“
Großer Umbruch beim VfB Kiel
Nach dem verpassten Aufstieg richtet sich der Blick beim VfB bereits auf die kommende Spielzeit. Dort steht ein größerer personeller Umbruch bevor. „Wir verabschieden zehn Spieler und dürfen neun neue begrüßen. Jetzt machen wir erst einmal drei Wochen Pause und starten dann in die Vorbereitung. Danach schauen wir, wie sich die Kreisliga zusammensetzt und was für uns möglich ist“, so Spirgatis. Während die TS Einfeld den Aufstieg in die Verbandsliga feiern darf, beginnt beim VfB Kiel nun die Planung für einen neuen Anlauf.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
