Fünf Spiele, 13 Punkte und Platz eins: Der VfR Neumünster hat einen nahezu perfekten Start in die neue Oberliga-Saison hingelegt. Spätestens nach dem spektakulären 3:2 beim 1. FC Phönix Lübeck II darf die Mannschaft von Trainer Danny Cornelius nicht mehr nur als gut gestartetes Team gelten. Der VfR ist derzeit das Maß der Dinge – und hat sogar die eigenen Erwartungen übertroffen.
Drei Punkte mehr als geplant
Cornelius hatte vor dem Saisonstart eine klare Marke ausgegeben. Zehn Punkte sollten es aus den ersten fünf Begegnungen sein. Geworden sind es 13 – und damit steht Neumünster nach fünf Spieltagen an der Tabellenspitze. „Ich denke, dass wir uns den Platz da oben nach dem Auftaktprogramm verdient haben“, sagt Cornelius. Der Trainer weiß allerdings auch, dass sich mit der Tabellenführung die Rolle verändert: „Nun wird es aber nicht leichter, da wir den Platz so lange wie möglich behaupten wollen.“ Der VfR ist damit früh vom Jäger zum Gejagten geworden.
Comeback unterstreicht neue Qualität
Dass Neumünster derzeit auch Rückschläge wegstecken kann, zeigte sich beim 3:2 gegen Phönix II besonders eindrucksvoll. Nach einem 0:2-Pausenrückstand drehten Alban Jasari und Doppelpacker Noah Awuku die Partie innerhalb von nur sechs Minuten. Für Cornelius war es eine „Achterbahn der Gefühle“. Entscheidend war für ihn aber weniger die spektakuläre Aufholjagd als die Art und Weise, wie seine Mannschaft auch in schwieriger Lage an sich glaubte. „Ich hatte immer das Gefühl, dass wir es schaffen können“, sagt der VfR-Coach, dessen Mannschaft den Vorsprung anschließend mit „unermüdlichem Kampf“ verteidigte.
Nach fünf Spieltagen ist die Tabellenführung natürlich nur eine Momentaufnahme. Doch 13 von 15 möglichen Punkten sind ein deutliches Signal: Der VfR Neumünster ist hervorragend aus den Startblöcken gekommen – und möchte seinen Platz an der Sonne nun möglichst lange nicht mehr hergeben.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
