Marcus Müller verlässt Holstein Kiel vorerst: Leihe nach Wiesbaden

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Marcus Müller wird erst einmal in der 3. Liga auf Torejagd gehen

Marcus Müller und Holstein Kiel gehen zumindest für die laufende Saison getrennte Wege. Der 24-jährige Angreifer wechselt auf Leihbasis zum Drittligisten SV Wehen Wiesbaden. Für Müller ist es vor allem die Chance auf das, was ihm an der Förde zuletzt fehlte: regelmäßige Spielzeit.

Wechsel hatte sich bereits angedeutet

Überraschend kommt der Abschied nicht. Müllers sportliche Perspektive bei der KSV war zuletzt überschaubar. Beim vergangenen öffentlichen Training fehlte der Mittelstürmer bereits, weil er für Gespräche über seine Zukunft freigestellt worden war. Nun herrscht Klarheit: Müller wird bis zum 30. Juni 2027 an den SV Wehen Wiesbaden verliehen. Eine endgültige Trennung ist es damit nicht.

In Kiel ohne echte Perspektive

Müller war erst im Sommer 2025 vom VfL Osnabrück nach Kiel gewechselt. In seiner ersten Saison kam er zwar auf 25 Pflichtspiele in der 2. Bundesliga und im DFB-Pokal, war dabei allerdings überwiegend Ergänzungsspieler.

Auch in dieser Saison zeichnete sich ab, dass es für den Angreifer schwer werden würde, sich gegen die Konkurrenz im Kieler Sturm durchzusetzen. Entsprechend sinnvoll erscheint die Leihe für alle Beteiligten. In der 3. Liga soll Müller nun regelmäßiger zum Einsatz kommen und sich weiterentwickeln. „Gemeinsam sind wir daher zu dem Schluss gekommen, dass eine Leihe in die Dritte Liga am besten geeignet ist, um ihm den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu ermöglichen“, erklärt KSV-Sportchef Kevin Meinhardt.

Menschlich hinterlässt Müller Spuren

Während die Entscheidung sportlich nachvollziehbar ist, verliert Holstein mit Müller einen Spieler, der sich abseits des Rasens schnell viele Sympathien erarbeitet hat. Der Angreifer gilt als unkomplizierter und nahbarer Typ und kam sowohl innerhalb der Mannschaft als auch im Umfeld des Vereins gut an.

In Wiesbaden bekommt Müller nun die Gelegenheit, sich über regelmäßige Einsatzzeiten neu zu empfehlen. Und Holstein behält durch das Leihgeschäft zugleich die Möglichkeit, seine Entwicklung weiterzuverfolgen.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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