„Endgültig in der Landesliga angekommen“ – Optimismus macht sich in Heikendorf breit

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Mark Hungerecker sieht seinen Heikendorfer SV mit etwas Verspätung in der Landesliga angekommen

Vier Spiele musste der Heikendorfer SV auf den ersten Saisonsieg warten – nun ist er da. Und Trainer Mark Hungerecker verbindet das 2:1 bei der zuvor stark gestarteten zweiten Mannschaft von Weiche Flensburg mit einer wesentlich größeren Erkenntnis: Der Aufsteiger beginnt, sich an die neue Spielklasse anzupassen. „Wir sind jetzt endgültig in der Landesliga angekommen“, sagt der HSV-Coach.

Eingewöhnungsphase fordert ihren Tribut

Der Saisonstart war für Heikendorf nicht einfach. Nach einer laut Hungerecker „etwas durchwachsenen Vorbereitung“ musste seine Mannschaft zunächst feststellen, wie groß der Unterschied zur neuen Spielklasse tatsächlich ist. Vor allem Intensität und Athletik haben zugenommen. „Der Fußball ist körperlich deutlich intensiver und Fehler werden auf dem Niveau einfach schneller bestraft“, beschreibt Hungerecker den bisherigen Lernprozess. Das schlug sich zunächst auch in den Ergebnissen nieder. Doch mit dem ersten Dreier hat Heikendorf nun vier Punkte auf dem Konto und die Abstiegsränge verlassen.

Ein Sieg mit Signalwirkung

Dass der Befreiungsschlag ausgerechnet auswärts gegen Weiche Flensburg II gelang, macht ihn zusätzlich wertvoll. Die Gastgeber waren mit neun Punkten aus vier Spielen in die Begegnung gegangen. Yannick Meenken brachte Heikendorf mit seinen Treffern in der 11. und 41. Minute auf Kurs. Nach dem Anschlusstreffer durch Triantafyllos Simões Patentalakis musste der HSV zwar noch einmal kämpfen, brachte das 2:1 aber über die Zeit. Für Hungerecker war dabei vor allem entscheidend, dass seine Mannschaft ihren Plan konsequent umsetzte. „Gerade solche Spiele zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt der Trainer.

Konkurrenzkampf nimmt Fahrt auf

Und es gibt einen weiteren Grund für vorsichtigen Optimismus. Hungerecker kann im Training inzwischen wieder auf einen deutlich größeren Kader zurückgreifen. Mehr als 20 Spieler stehen derzeit regelmäßig auf dem Platz. Dadurch steigt der Konkurrenzkampf – und mit ihm nach Einschätzung des Trainers auch das Niveau der Einheiten.

Der erste Sieg nimmt Heikendorf zwar noch lange nicht alle Sorgen. Mit vier Punkten steht der HSV nach fünf Spieltagen auf Rang zwölf und damit nur knapp vor der Gefahrenzone. Aber der Erfolg in Flensburg könnte für einen Aufsteiger viel wertvoller sein als nur drei Punkte: Er liefert den Beweis, dass Heikendorf auch auf Landesliga-Niveau bestehen kann.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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