Friedrichsberg erkämpft sich drei Punkte – Molfsee wacht zu spät auf

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Friedrichsberg-Busdorf kann in Molfsee jubeln

Der TSV Friedrichsberg-Busdorf hat sich im frühen Kampf um wichtige Punkte in der Landesliga Schleswig durchgesetzt. Bei der SpVg Eidertal Molfsee gewann die Mannschaft von Trainer Dennis Usadel mit 2:1 (1:0). Während die Gäste vor allem mit Einsatz und Konsequenz überzeugten, fand Molfsee erst nach der Pause richtig in die Partie.

Direkte Ecke bringt Friedrichsberg auf Kurs

Fußballerische Feinkost bekamen die Zuschauer in der ersten Hälfte nicht geboten. Viele Fehlpässe und wenig Struktur prägten eine Partie, in der Friedrichsberg insgesamt etwas reifer und aggressiver wirkte. Die Führung fiel dabei auf ungewöhnliche Weise: Marko Grbavac verwandelte in der 16. Minute eine Ecke direkt zum 0:1.

Molfsees gefährlichste Waffe war zunächst Joel Agyemang Prempeh. Der schnelle Offensivspieler sorgte vor allem über die rechte Seite für Gefahr und hatte auch die große Möglichkeit zum Ausgleich, setzte seinen Abschluss jedoch am langen Eck vorbei. Ansonsten blieb bei den Gastgebern vieles Stückwerk. Trotz Rückenwind gelang es Molfsee kaum, spielerisch Druck aufzubauen. Friedrichsberg nahm die knappe Führung mit in die Kabine.

Drei Wechsel – und plötzlich ist Molfsee da

Trainer Heiko Dukats-Jadwizak reagierte deutlich und wechselte zur Pause gleich dreifach. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte. „Wir wollten tatsächlich einen anderen Spirit reinbekommen“, erklärte der Molfseer Coach anschließend. Kampf, Leidenschaft und die „unbedingte Gier, ein Tor schießen zu wollen“ seien nun deutlich stärker vorhanden gewesen.

Doch genau in Molfsees verbesserte Phase hinein schlugen die Gäste erneut zu. Daniel-Alexander Schubert erhöhte in der 64. Minute mit einem Distanzschuss auf 0:2. „Dann müssen wir es einfach cleverer runterspielen“, haderte Friedrichsbergs Trainer Dennis Usadel mit der anschließenden Phase. Nach jeweils einer Gelb-Roten Karte auf beiden Seiten wurde es in der Schlussphase noch einmal hektisch.

Lipfert macht es noch einmal spannend

Ben Moritz Lipfert brachte Molfsee in der 88. Minute tatsächlich noch einmal auf 1:2 heran. Mehr sollte den Gastgebern allerdings nicht gelingen. Dukats-Jadwizak ärgerte sich anschließend auch über lediglich vier Minuten Nachspielzeit, wollte die Niederlage daran aber ausdrücklich nicht festmachen: „Wir selber müssen das vorher alles schon klarmachen.“ Vielmehr bleibt das bereits bekannte Problem vor dem gegnerischen Tor. „Wie so häufig in den letzten Spielen scheitern wir immer vorm Tor und schießen insgesamt auch zu wenig“, analysierte der Molfseer Trainer.

Friedrichsberg dagegen durfte einen wichtigen Auswärtssieg feiern. Für Usadel war weniger die spielerische Qualität als vielmehr die Einstellung entscheidend: „Ausschlaggebend war heute einfach unsere kämpferische Einstellung.“ Damit stehen für den TSV Friedrichsberg-Busdorf wichtige drei Punkte – während Eidertal Molfsee nach einer schwachen ersten Hälfte trotz deutlicher Steigerung mit leeren Händen dasteht und sich aktuell auf einem Abstiegsplatz wiederfindet.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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