Trainer Dennis Jaacks sieht trotz Sieglos-Serie Hoffnung – direkte Duelle werden zum Schlüssel
Die Lage bei Eutin 08 spitzt sich weiter zu. Noch kein Sieg im Jahr 2026, dazu zuletzt zwei bittere Remis gegen direkte Konkurrenten – der Abstiegskampf ist endgültig angekommen. Doch Trainer Dennis Jaacks bleibt trotz der schwierigen Situation kämpferisch.
Schwieriger Start – aber stabilisiert
Ein Grund für die ausbleibenden Siege liegt für Jaacks auch im Auftaktprogramm: „Mit Kilia Kiel, PSV Neumünster und dem SV Eichede hatten wir direkt einige Top-Teams. Das war kein einfacher Start.“
Trotzdem sieht er eine klare Entwicklung – vor allem defensiv: „Wir haben uns stabilisiert, lassen deutlich weniger Chancen zu. Das zieht sich jetzt durch die letzten Wochen.“
Reinfeld-Spiel als Wendepunkt?
Besonders schmerzhaft: das 2:2 gegen Schlusslicht SV Preußen Reinfeld. Jaacks nimmt dabei kein Blatt vor den Mund: „Wir bereiten dem Gegner beide Tore selbst vor – das ist ganz bitter.“ Dabei war Eutin eigentlich das klar bessere Team: „Wir hätten fünf oder sechs Tore machen müssen. Die Chancen waren da – wir sind an unserer eigenen Verwertung gescheitert.“
Fehlendes Momentum und Selbstvertrauen
Für den Trainer ist die Problematik vielschichtig: „Es ist auch eine Frage von Selbstvertrauen und Momentum. Uns fehlen einfach Spiele, die mal für uns laufen.“ Auch äußere Faktoren spielten eine Rolle: „Beim Oldenburg-Spiel sehe ich zwei Elfmeter für uns, die nicht gegeben wurden. Solche Entscheidungen helfen dir dann natürlich nicht.“
„Die Mannschaft lebt“
Trotz aller Rückschläge hebt Jaacks den Charakter seines Teams hervor: „In der 97. Minute noch den Ausgleich zu machen – das zeigt, dass die Mannschaft lebt und an sich glaubt.“ Ein wichtiger Faktor im Abstiegskampf.
Direkte Duelle als Schlüsselspiele
Der Blick richtet sich klar auf die Konkurrenz: „Wir schauen natürlich auf Inter, Rotenhof und Hohenwestedt.“ Gerade die direkten Duelle werden entscheidend: „Gegen Rotenhof und Hohenwestedt spielen wir noch selbst – das sind wahrscheinlich die wichtigsten Spiele.“
Vergleich mit der Konkurrenz macht Hoffnung
Trotz der eigenen Sieglos-Serie sieht Jaacks keinen klaren Nachteil: Der MTSV Hohenwestedt erzielte in den letzten drei Partien kein eigenes Tor und sammelte auch keinen Punkt ein – kassierte stattdessen 11 Gegentore. Und auch der TuS Rotenhof: blieb in den letzten drei Partien punktlos mit 15 Gegentoren. „Wir holen auch nicht die große Punkteausbeute, aber wir verstecken uns nicht.“
Was fehlt: „Der Punch nach vorne“
Die Analyse ist klar: „Uns fehlt der Punch nach vorne.“ Defensiv stabil, offensiv zu harmlos – genau daran will Eutin arbeiten. Sieben Spiele bleiben. Die Tabelle ist extrem eng. Für Jaacks ist klar: „Wir müssen das Momentum auf unsere Seite ziehen – und vielleicht auch mal das nötige Spielglück bekommen.“
Der Klassenerhalt ist für Eutin 08 weiterhin möglich – aber nur, wenn die direkten Duelle gewonnen werden. Die kommenden Wochen entscheiden alles.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
