Holstein Kiel: Präsident Schneekloth kündigt Abschied an, Fin Bartels kehrt zurück

Du betrachtest gerade Holstein Kiel: Präsident Schneekloth kündigt Abschied an, Fin Bartels kehrt zurück
Holstein Kiel stellt die Weichen für die Zukunft

Die KSV Holstein hat in diesen Tagen gleich zwei wichtige Personalentscheidungen bekanntgegeben – eine mit Blick auf die langfristige Vereinsführung, die andere mit großer emotionaler Strahlkraft für die Fans der Störche. Während Präsident Steffen Schneekloth angekündigt hat, nach Ablauf seiner Amtszeit im Sommer 2027 nicht erneut kandidieren zu wollen, kehrt Holstein-Urgestein und Fanliebling Fin Bartels in neuer Funktion zur KSV zurück.

Schneekloth kündigt Abschied 2027 an

Steffen Schneekloth wird sein Amt als Präsident der KSV Holstein nach dem 30. Juni 2027 abgeben. Das teilte der Verein jetzt offiziell mit. Der 57-Jährige hatte den Aufsichtsrat bereits im März über seine Entscheidung informiert, um frühzeitig Planungssicherheit für die Suche nach einem Nachfolger zu schaffen. „Ich habe mich aus persönlichen Gründen zu diesem Schritt entschieden“, erklärte Schneekloth. Gleichzeitig betonte er, seine Aufgaben bis zum Ende der Amtszeit weiterhin mit „hohem Engagement und großer Leidenschaft“ auszuführen.

Schneekloth gehört seit Jahren zu den prägenden Gesichtern der modernen Vereinsentwicklung bei Holstein Kiel. Unter seiner Verantwortung entwickelte sich die KSV sportlich, infrastrukturell und organisatorisch kontinuierlich weiter. In seine Amtszeit fielen unter anderem mehrere erfolgreiche DFB-Pokal-Spielzeiten, Relegationsduelle und schließlich der historische Bundesliga-Aufstieg 2024.

Aufsichtsrat würdigt Verdienste

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Breitner fand deutliche Worte für die Arbeit des Präsidenten. „Steffen Schneekloth hat als Präsident viele entscheidende Projekte vorangetrieben und aus dem Traditionsverein Holstein Kiel einen modernen und wettbewerbsfähigen Fußballclub gemacht“, erklärte Breitner. Besonders hob der Aufsichtsrat die infrastrukturelle Entwicklung sowie den von Schneekloth angestoßenen Strukturprozess hervor, der die Grundlage für die zukünftige Ausrichtung des Vereins geschaffen habe. Die Wahl des Präsidenten erfolgt traditionell auf Vorschlag des Aufsichtsrates im Rahmen der Mitgliederversammlung.

Fin Bartels kehrt zurück zur KSV

Parallel dazu verkündete Holstein Kiel eine Nachricht, die bei vielen Fans für Freude sorgen dürfte: Fin Bartels kehrt zur KSV zurück. Der ehemalige Publikumsliebling wird künftig im Scouting-Bereich des Vereins tätig sein. Nach seinem Karriereende im Sommer 2023 beginnt der 39-Jährige damit seine erste offizielle Funktion abseits des Platzes.

Bartels gilt bis heute als eine der größten Identifikationsfiguren der jüngeren Vereinsgeschichte. Der gebürtige Kieler kam bereits als Jugendspieler zur KSV und absolvierte später rund 400 Spiele in der 1. und 2. Bundesliga für Holstein Kiel, Werder Bremen, den FC St. Pauli und Hansa Rostock.

„Holstein war immer mehr als nur ein Verein“

Olaf Rebbe, Geschäftsführer Sport der KSV, zeigte sich begeistert über die Rückkehr des Ex-Profis. „Wir gewinnen mit Fin eine absolute Identifikationsfigur unseres Vereins. Er weiß, wofür die KSV steht und welche fußballerische Philosophie hier gelebt wird“, sagte Rebbe.

Auch Bartels selbst blickt voller Vorfreude auf die neue Aufgabe: „Holstein Kiel war für mich immer mehr als nur ein Verein. Die Verbindungen sind nie abgerissen. Jetzt reizt es mich extrem, die andere Seite kennenzulernen und den Verein gemeinsam mit vielen erfahrenen Kollegen weiterzuentwickeln.“

Symbolischer Neustart

Die beiden Mitteilungen zeigen gleichzeitig Vergangenheit und Zukunft der KSV Holstein. Während mit Steffen Schneekloth mittelfristig eine prägende Führungspersönlichkeit den Verein verlassen wird, kehrt mit Fin Bartels ein echtes Holstein-Gesicht zurück an die Förde. Zwei Personalien also, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und dennoch beide sinnbildlich für die Entwicklung der Störche stehen.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

Schreibe einen Kommentar