HSV feiert emotionalen Heimsieg gegen Freiburg – Vuskovic und Fabio Vieira bekommen Gänsehautmoment

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Luka Vuskovic verabschiedet sich nach seinem letzten Heimspiel für den HSV von den Fans

Der Hamburger SV hat sein letztes Heimspiel der Bundesliga-Saison gewonnen. Vor erneut ausverkauftem Volksparkstadion setzte sich der HSV mit 3:2 gegen den SC Freiburg durch und sorgte damit für einen emotionalen Fußballnachmittag in Hamburg. Für die Gäste aus dem Breisgau ging es noch um die Europapokalplätze, während die Hamburger nach dem bereits gesicherten Klassenerhalt befreit aufspielen konnten.

Vor 57.000 Zuschauern entwickelte sich zunächst allerdings eine zähe Partie. Freiburg hatte in der Anfangsphase etwas mehr Ballbesitz, echte Torchancen blieben jedoch Mangelware.

Jatta trifft erstmals in der Bundesliga

Dann wurde es plötzlich turbulent. In der 14. Minute ging der HSV aus dem Nichts in Führung. Otto Stange setzte sich auf der rechten Seite durch, der Ball landete über Umwege bei Albert Grønbæk, der querlegte. Bakery Jatta stand am zweiten Pfosten goldrichtig und schob zum 1:0 ein. Für den dienstältesten HSV-Profi war es tatsächlich das erste Bundesliga-Tor seiner Karriere überhaupt.

Die Antwort der Freiburger folgte allerdings prompt. Nur zwei Minuten später traf Igor Matanovic zum 1:1-Ausgleich. Nach einer Flanke von Lukas Kübler setzte sich der frühere Hamburger Nachwuchsspieler im Zentrum durch und vollendete mit einem satten Rechtsschuss.

Stange überzeugt in der Startelf

Bemerkenswert: Otto Stange durfte im Sturmzentrum von Beginn an ran und ersetzte den verletzten Robert Glatzel. Der Publikumsliebling aus dem HSV-Nachwuchs zeigte eine engagierte Leistung und war immer wieder aktiv unterwegs. In der 19. Minute hätte der HSV erneut in Führung gehen können. Fabio Vieira zog aus rund 25 Metern ab und knallte den Ball an den rechten Pfosten. Die Gastgeber blieben auch danach das aktivere Team. Nach einer halben Stunde köpfte Luka Vuskovic nach einer Freistoßflanke direkt auf Freiburg-Keeper Noah Atubolu. Danach verlor die Partie allerdings wieder etwas an Tempo. Die letzte Viertelstunde der ersten Halbzeit plätscherte weitgehend ereignislos dahin.

Vuskovic trifft bei möglichem Abschied

Der HSV kam engagiert aus der Kabine. Direkt nach Wiederbeginn setzte Otto Stange einen Abschluss ans Außennetz. Kurz darauf musste Daniel Heuer Fernandes erstmals ernsthaft eingreifen, als er einen Versuch von Jan-Niklas Beste stark um den Pfosten lenkte. Die größte Chance der zweiten Halbzeit vergab zunächst allerdings der HSV. Ransford Yeboah Königsdörffer wurde von Grønbæk perfekt bedient, jagte den Ball aus elf Metern jedoch deutlich rechts am Tor vorbei – eine Möglichkeit der Kategorie „Der muss eigentlich rein“.

In der 64. Minute war es dann aber soweit: Luka Vuskovic verwandelte einen direkten Freistoß aus zentraler Position zum 2:1. Der Ball wurde noch leicht abgefälscht und war für Atubolu schwer zu parieren. Entsprechend emotional fiel der Jubel im Volkspark aus – möglicherweise war es zugleich das letzte Heimtor des Kroaten im HSV-Trikot.

Baldé sticht sofort nach Einwechslung

Nur drei Minuten später legte der HSV nach. Fabio Baldé, erst kurz zuvor eingewechselt, sprintete nach einem Tiefenpass alleine Richtung Freiburger Tor und vollendete aus spitzem Winkel eiskalt zum 3:1. Der Volksparkstadion bebte erneut. Zum 17. Heimspiel der Saison war die Arena zum 17. Mal restlos ausverkauft – eine beeindruckende Kulisse für den Bundesliga-Rückkehrer.

Freiburg macht es spät noch einmal spannend

Die Partie schien entschieden, doch Freiburg kam noch einmal zurück. Nach einer Ecke köpfte Igor Matanovic in der 87. Minute zum 3:2 ein und schnürte damit seinen Doppelpack. Plötzlich wurde es hektisch. Freiburg drängte auf den Ausgleich, während der HSV tief verteidigte und auf Konter lauerte. Die Hamburger spielten einige Umschaltsituationen allerdings nicht konsequent genug aus.

In der Nachspielzeit setzte Merlin Polzin noch einmal auf Emotionen: Mit Louis Lemke und Shafiq Nandja brachte der HSV-Coach zwei junge Talente. Gleichzeitig verließen Fabio Vieira und Luka Vuskovic unter großem Applaus den Platz – möglicherweise zum letzten Mal im Volksparkstadion.

Am Ende hielt der HSV dem Druck stand und feierte einen verdienten 3:2-Heimsieg gegen Freiburg. Ein emotionaler Bundesliga-Nachmittag, der den Fans noch lange in Erinnerung bleiben dürfte, da sich auch nach dem Spiel extrem emotionale Szenen zwischen Team und Fans abspielten – unter anderem bekam Luka Vuskovic sein Banner von der Fankurve überreicht.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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