HSV-Zukunft begeistert den Volkspark: Stange und Baldé nutzen ihre große Bühne

Du betrachtest gerade HSV-Zukunft begeistert den Volkspark: Stange und Baldé nutzen ihre große Bühne
Die HSV-Talente Otto Stange und Fabio Balde hatten gestern jeder für sich emotionale Momente

Der Hamburger SV hat beim 3:2-Heimsieg gegen den SC Freiburg nicht nur einen emotionalen Bundesliga-Nachmittag erlebt, sondern zugleich einen spannenden Blick in die Zukunft gewährt. Mit Otto Stange und Fabio Baldé rückten zwei junge Offensivspieler in den Mittelpunkt, die eindrucksvoll zeigten, dass beim HSV die nächste Generation längst bereitsteht. Vor 57.000 Zuschauern im erneut ausverkauften Volksparkstadion feierte Stange seine Startelf-Premiere in der Bundesliga, während Baldé nach seiner Einwechslung direkt sein erstes Tor im Oberhaus erzielte. Zwei Momente, die perfekt zum neuen Weg der Hamburger passen.

Otto Stange genießt seine große Bühne

Besonders emotional wurde es für Otto Stange. Der junge Angreifer stand erstmals in der Bundesliga von Beginn an auf dem Platz – und man merkte ihm die Begeisterung über jede einzelne Minute förmlich an. „Es war unglaublich. Die Fans beim Einlaufen direkt vom Feld aus zu sehen, wie alle reagieren – das war schon heftig“, sagte Stange nach dem Spiel in der Mixedzone.

Der Publikumsliebling arbeitete viel, bewegte sich clever zwischen den Freiburger Linien und suchte immer wieder den Weg in die Tiefe. Ein Tor blieb ihm zwar noch verwehrt, doch seine Leistung machte Lust auf mehr. „Man will natürlich immer mehr spielen und sich zeigen. Dafür arbeitet man jeden Tag“, erklärte der Angreifer. Dass Stange diesen Weg überhaupt gehen konnte, ist für Merlin Polzin ein wichtiges Signal an den eigenen Nachwuchs.

Polzin lobt den HSV-Nachwuchs

Der HSV-Coach hob auf der Pressekonferenz ausdrücklich die Bedeutung der jungen Spieler hervor und machte klar, dass deren Einsatz kein Geschenk gewesen sei. „Das war der Lohn für gute Arbeit“, sagte Polzin. „Es soll für unsere Jungs aus dem Nachwuchsleistungszentrum sichtbar sein, dass es diesen Weg beim HSV gibt.“ Dabei verwies er direkt auf die Entwicklung von Stange: „Otto hat heute in der Bundesliga von Beginn an gespielt.“ Für Polzin ist genau das Teil der HSV-Identität, die künftig noch stärker gelebt werden soll.

Baldé krönt seinen besonderen Tag

Noch spektakulärer verlief der Nachmittag für Fabio Baldé. Der Offensivspieler wurde eingewechselt und traf kurze Zeit später direkt zum zwischenzeitlichen 3:1. „Das war unglaublich“, sagte Baldé nach seinem ersten Bundesliga-Tor sichtbar bewegt. Besonders emotional wurde der Moment auch deshalb, weil Baldé gemeinsam mit Otto Stange schon viele Jahre durch den HSV-Nachwuchs gegangen ist. „Otto und Shafi (kam ebenfalls in der letzten Minute zum Bundesligadebüt) sind meine Jungs. Wir kennen uns schon lange und haben viel zusammen erlebt“, erzählte Baldé. Als der Ball plötzlich vor ihm lag, habe er nicht lange überlegt: „Ich habe gesehen, dass ich den Ball bekomme – und dann einfach Vollgas aufs Tor.“

„Jede Sekunde genießen“

Trotz aller Euphorie blieb Baldé bemerkenswert reflektiert. Der junge Hamburger weiß, dass der Weg gerade erst beginnt. „Für meine Ansprüche reicht das noch nicht“, sagte er offen. „Aber wenn man das große Ganze sieht, kann man schon ein Stück weit zufrieden sein.“ Vor allem wolle er weiter lernen und sich dauerhaft in der Bundesliga etablieren. Auch über Luka Vuskovic sprach Baldé voller Respekt: „Bei Luka denkt man manchmal, er hätte schon fünf Champions-League-Finals gespielt.“

Ein Signal für die Zukunft

Dass der HSV nach dem bereits gesicherten Klassenerhalt gegen Freiburg weiterhin mutig auftrat und jungen Spielern Verantwortung übertrug, war für Polzin kein Zufall. „Es muss sich keiner Sorgen machen, dass wir nächste Saison nicht bereit sein werden für das, was auf uns wartet“, sagte der Trainer. Der Nachmittag gegen Freiburg zeigte eindrucksvoll, was er damit meinte. Der HSV feierte nicht nur einen Sieg – sondern auch seine Zukunft.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

Schreibe einen Kommentar