Kaya-Kopfball ins Glück: Der Heikendorfer SV kehrt in die Landesliga zurück

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Ayberk Kaya und der Heikendorfer SV bejubeln das 1:0 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit

Der Heikendorfer SV ist zurück in der Landesliga. Am letzten Spieltag der Aufstiegsrelegation setzte sich die Mannschaft von Mark Hungerecker vor heimischer Kulisse mit 3:1 gegen den Türkischen SV aus Lübeck durch und machte damit den ersehnten Aufstieg perfekt.

In einem typischen Entscheidungsspiel vor ca. 350 Zuschauern überwogen zunächst Vorsicht und Nervosität. Beide Mannschaften wollten Fehler vermeiden und gingen nur dosiert ins Risiko. Die Gäste aus Lübeck verzeichneten zwar mehr Ballbesitz, bewegten sich dabei aber überwiegend in ungefährlichen Zonen des Spielfelds. Heikendorf verteidigte kompakt, störte erst ab der Mittellinie und ließ den Türkischen SV kaum in gefährliche Räume kommen.

Hinzu kamen zahlreiche Unterbrechungen sowie Schwierigkeiten beider Teams mit dem holprigen Geläuf. Spielfluss wollte lange Zeit nicht aufkommen, Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware.

Kaya trifft kurz vor der Pause ins Glück

Als sich bereits viele Zuschauer mit einem torlosen Pausenstand abgefunden hatten, schlug der Heikendorfer SV in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zu. Nach einer gefühlvollen Flanke von der rechten Seite setzte sich Mittelstürmer Ayberk Kaya im Strafraum durch und köpfte den Ball gegen die Laufrichtung des Torhüters unhaltbar ins obere Eck.

Der Treffer löste unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff großen Jubel auf den Rängen und bei den Gastgebern aus. Gleichzeitig gab er dem HSV 16 die gewünschte Sicherheit für den zweiten Durchgang.

Mordhorst erhöht – Kracht macht alles klar

Nach dem Seitenwechsel blieb Heikendorf konzentriert und ließ den Gästen weiterhin nur wenig Raum zur Entfaltung. In der 65. Minute folgte schließlich der nächste wichtige Schritt Richtung Landesliga. Tim Mordhorst erhöhte auf 2:0 und brachte seine Mannschaft damit endgültig auf Aufstiegskurs.

Der Türkische SV Lübeck gab sich jedoch nicht geschlagen. Erst zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit keimte noch einmal Hoffnung auf, als der quirlige Rafique Dwaah den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte. Doch die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. In der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Niklas Kracht mit seinem Treffer zum 3:1-Endstand für die endgültige Entscheidung und verwandelte den Sportplatz in Heikendorf in eine große Aufstiegsparty.

Heiligenstedten steigt ebenfalls auf

Neben dem Heikendorfer SV darf auch der TSV Heiligenstedten den Aufstieg in die Landesliga feiern. Die Steinburger bewiesen im Parallelspiel große Moral und holten nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2.

Für den Türkischen SV bedeutet die Niederlage hingegen Rang drei in der Abschlusstabelle der Relegation. Die Lübecker müssen nun auf Schützenhilfe hoffen: Sollte der SV Todesfelde den Aufstieg in die Regionalliga schaffen, würde ein zusätzlicher Platz frei werden und der Türkische SV könnte noch nachträglich in die Landesliga aufrücken.

TSB Flensburg II verpasste den Aufstieg dagegen deutlich. Mit nur einem Punkt beendeten die Flensburger die Vierer-Relegationsrunde auf dem vierten Platz.

Mit dem Schlusspfiff kannte der Jubel beim Heikendorfer SV keine Grenzen mehr. Nach einer starken Saison und erfolgreichen Relegationsrunde kehrt der HSV 16 verdient in die Landesliga zurück.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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