Bei Holstein Kiel richtet sich der Blick auf das Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg – doch bei der Medienrunde nach dem öffentlichen Training rückte auch die personelle Situation der Störche in den Mittelpunkt. Kapitän Jonas Meffert sieht den Kader trotz einiger Ausfälle stark genug besetzt. Besonders deutlich wurde er dabei ausgerechnet bei Marco Ivezic
Das ist deshalb interessant, weil seit Kurzem Gerüchte über einen möglichen Abschied des Mittelfeldspielers kursieren. Ob Ivezic Holstein tatsächlich kurzfristig verlässt, ist bislang allerdings offen. Meffert selbst wollte sich an Spekulationen nicht beteiligen. Offen ist auch die Zukunft von Stürmer Marcus Müller, der offenbar in Gesprächen mit anderen Klubs steht und deshalb beim Training fehlte.
Meffert: „Vielleicht sogar seine beste Position“
Angesprochen auf die Besetzung der Sechserposition und die Frage, wer Meffert dort ersetzen könnte, widersprach der Kapitän der Einschätzung, Holstein sei auf dieser Position dünn aufgestellt. Ivezic könne nach Mefferts Einschätzung mehrere Rollen auf hohem Niveau übernehmen. Gerade auf der Sechs sieht der 31-Jährige besondere Qualitäten beim Kroaten: „Wenn es vielleicht nicht sogar seine beste Position ist.“
Auch während der Vorbereitung habe Ivezic regelmäßig auf der Sechs gespielt und seine Sache „sehr gut gemacht“. Meffert erinnerte zudem daran, dass der 24-Jährige seine Qualität bereits in der Bundesliga unter Beweis gestellt habe. Umso spannender ist die Frage, wie lange Holstein noch mit ihm planen kann. Meffert ließ selbst durchblicken, dass die Zukunft offen ist: „Wer weiß, was noch passiert.“ Sollte Ivezic tatsächlich gehen, würde sich die von außen gestellte Frage nach der Tiefe auf der Sechs neu stellen.
Mehr Erfahrung für die Kabine
Grundsätzlich sieht Meffert die KSV nach den jüngsten Veränderungen im Kader gut gerüstet. Gerade zusätzliche Erfahrung hatte sich der Kapitän gewünscht. Als Beispiel nannte er Giorgi Kvilitaia und dessen Bedeutung für die Mannschaft durch seine enorme Erfahrung. Für Meffert geht es darum, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen und nicht von einzelnen Führungsspielern abhängig zu sein. Auch die aktuell längere Verletztenliste bereitet ihm deshalb keine grundsätzlichen Sorgen. Der Kader sei seiner Meinung nach „breit mit Qualität besetzt“.
In Magdeburg soll der erste Ligasieg her
Sportlich wartet nun eine anspruchsvolle Aufgabe. Meffert erwartet beim 1. FC Magdeburg eine spielstarke Mannschaft und eine besondere Atmosphäre. Nach zwei Unentschieden zum Ligaauftakt und dem Erfolg im Pokal will Holstein nun auch in der 2. Bundesliga erstmals dreifach punkten.
Von großem Druck möchte der Kapitän allerdings noch nicht sprechen. Entscheidend sei vielmehr, aus dem bislang ungeschlagenen Saisonstart eine Serie zu entwickeln.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

