Nach Pokalfinale gegen Phönix Lübeck: Sörensen lenkt Fokus voll auf die Regionalliga-Relegation

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Nach verlorenem Pokalfinale gegen Phönix Lübeck: Björn Sörensen lenkt den Fokus jetzt voll auf die Regionalliga-Relegation

Der SV Todesfelde hat das Finale um den SHFV-LOTTO-Pokal gegen den Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck mit 1:4 verloren. Vor starker Kulisse erwischte die Mannschaft von Trainer Björn Sörensen einen denkbar schlechten Start, zeigte zwischenzeitlich jedoch Moral, ehe Phönix seine individuelle Klasse ausspielte und den Titel letztlich verdient mit nach Lübeck nahm.

Für Todesfelde bleibt allerdings kaum Zeit, lange zu hadern. Bereits am kommenden Wochenende beginnt für den SVT die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord. Dort wartet zum Auftakt zuhause der Blumenthaler SV.

Früher Rückschlag im Finale

Die Partie begann für Todesfelde äußerst unglücklich. Bereits nach drei Minuten traf Jonathan Stöver zur frühen Führung für Phönix Lübeck. Ausgerechnet das Szenario, vor dem Sörensen seine Mannschaft gewarnt hatte, trat sofort ein. „Das Spiel startet natürlich denkbar ungünstig für uns. Wir geraten nach drei Minuten in Rückstand, nachdem wir selber im Angriff sind und dann voll in die Umschaltsituation von Phönix reinlaufen“, erklärte der SVT-Coach nach dem Spiel. Trotz des frühen Gegentreffers stabilisierte sich Todesfelde zunächst wieder, kassierte jedoch kurz vor der Pause noch das 0:2 – erneut durch Stöver.

Todesfelde kommt zurück – dann kippt das Spiel erneut

Nach dem Seitenwechsel zeigte der Oberligist ein anderes Gesicht. Tyler Körting verkürzte in der 56. Minute auf 1:2 und plötzlich war das Finale wieder offen. „In der Halbzeit haben wir uns geschüttelt. Wir haben in der zweiten Hälfte endlich die Räume bespielt, die wir bespielen wollten, waren fleißiger auf den zweiten Bällen und deutlich aktiver“, sagte Sörensen.

Todesfelde hatte danach sogar die große Chance auf den Ausgleich nach einer Ecke, ließ diese jedoch ungenutzt. Stattdessen verloren die Segeberger laut ihres Trainers nach einer Trinkpause den Rhythmus. „Die Trinkpause hat uns ein bisschen rausgebracht. Danach hatte Phönix das Spiel eigentlich im Griff“, analysierte Sörensen. In der Schlussphase sorgten Julius Jamal Kliti und Benjamin Luis mit ihren Treffern zum 3:1 und 4:1 endgültig für die Entscheidung.

„Nicht bereit für die Größe des Spiels“

Trotz aller Enttäuschung fand Sörensen ehrliche Worte für die Leistung seiner Mannschaft. Vor allem in der ersten Halbzeit habe ihm die notwendige Energie gefehlt. „Wir waren in Teilen nicht bereit für die Größe des Spiels. Wir haben zu harmlos und zu energielos gespielt“, so der Trainer. Gleichzeitig hob er aber auch die Qualität des Gegners hervor: „Phönix hat natürlich enorme individuelle Qualität auf dem Platz und genau diese Intensität und Athletik wird uns jetzt auch in der Aufstiegsrunde erwarten.“

Jetzt wartet die Regionalliga-Relegation

Viel Zeit zum Grübeln bleibt dem SV Todesfelde ohnehin nicht. Bereits am kommenden Samstag startet die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord. Gegner im ersten Spiel ist der Blumenthaler SV. Außerdem treffen die Segeberger in der Vierergruppe auf den Eimsbütteler TV sowie Germania Egestorf/Langreder.

Sörensen will den Fokus nun schnell wieder nach vorne richten. „Wir können uns jetzt ein, zwei Tage ärgern, dann schütteln wir uns und ab Dienstag geht es wieder mit Vollgas weiter. Unser großes Ziel bleibt die Rückkehr in die Regionalliga.“ Das Pokalfinale dürfte dabei durchaus als Vorgeschmack gedient haben, was Todesfelde in den kommenden Wochen erwartet. Intensität, Dynamik und hoher Druck – genau dort will der SVT nun bestehen.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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