Die Stimmung bei Holstein Kiel ist nach dem gelungenen Rückrundenauftakt spürbar positiv. Auch Mittelstürmer Phil Harres blickt optimistisch auf die ersten Wochen nach der Winterpause. „Es ist ein gutes Gefühl, jetzt wieder in die Saison zu starten“, sagt der Angreifer. Man habe in der Vorbereitung gemerkt, dass vieles klarer geworden sei: „Ich finde, man sieht, dass sich alle mit der neuen Spielweise wohlfühlen. Die Abläufe sind klarer, das hat man auch in den Testspielen gesehen.“
Mehr Unterstützung im Offensivspiel
Besonders die veränderte Struktur im Offensivspiel kommt Harres entgegen. Durch eine zusätzliche Anspielstation in der Offensive kann er sich stärker auf seine Kernaufgaben konzentrieren. „Ich kann mich mehr darauf konzentrieren, in die Box zu laufen. Ich weiß, dass die Bälle kommen und ich nur gut starten muss“, erklärt er.
Im Spiel gegen Paderborn war der 23-Jährige trotz weniger Ballkontakte direkt eingebunden und bereitete beide Treffer mit vor. Seine Rolle sieht er dabei klar: „Es ist wichtig für die Mannschaft, dass ich Bälle abschirme und gut ablege. Das ist eine wichtige Aufgabe für mich.“
Körperlichkeit als Teil seines Spiels
Die neue Spielweise fordert den Stürmer auch körperlich stärker. „Ich muss mehr arbeiten als vorher, mehr Zweikämpfe führen. Aber das gehört dazu“, sagt Harres. Die körperliche Präsenz sieht er durchaus als Teil seines Profils – und als Mittel, um Gegenspieler zu reizen: „Wenn man merkt, dass der Gegner genervt ist, weiß man, dass man etwas richtig gemacht hat.“
Ruhiger Typ mit Fokus auf die nächste Aktion
Trotzdem bleibt Harres auf dem Platz eher ruhig. Trash-Talk ist nicht sein Stil. „Ich sage da nicht so viel, sondern freue mich eher auf die nächste Aktion und hoffe, dass ich es dann besser mache“, beschreibt er seine Herangehensweise.
Bielefeld als Chance auf Wiedergutmachung
Mit Blick auf das kommende Spiel gegen Arminia Bielefeld erinnert sich Harres an das schwierige Hinspiel. „Das war am Anfang der Saison, da haben wir uns generell schwergetan. Aber ich finde, wir haben viele Dinge abgestellt und besser gemacht“, sagt er. Entsprechend groß ist die Motivation: „Ich freue mich einfach auf das Spiel, dass wir da etwas geraderücken können.“
Konkurrenzkampf als Antrieb
Auch die Konkurrenzsituation im Sturm sieht Harres positiv. „Konkurrenz belebt das Geschäft. Jeder weiß, dass er sich reinhauen muss und sich nicht ausruhen darf“, betont er. Neue Mitspieler seien automatisch Konkurrenten, unabhängig von ihrer Spielweise: „Es kann immer alles passieren, das wissen wir. Deshalb muss man immer auf höchstem Niveau sein.“
Artikel und Bilder: Ole Jacobsen.

