Rebbe bleibt kühl: „Kein Grund zu jubeln“

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Trainer Tim Walter und Geschäftsführer Sport Olaf Rebbe (re.)

Während auf dem Rasen und auf den Rängen der Jubel über den Klassenerhalt kaum Grenzen kannte, zeigte sich Olaf Rebbe in der Mixed Zone bewusst zurückhaltend. Der Geschäftsführer Sport ordnete den 2:0-Erfolg gegen Eintracht Braunschweig sachlich ein – und blickte direkt nach vorne: „Wir haben noch zwei Spiele, wo wir maximale Punkte holen wollen. Die Spieler können jetzt feiern – wir müssen planen.“

Fokus statt Euphorie

Von überschwänglicher Freude war bei Rebbe wenig zu spüren. Stattdessen überwog die analytische Einordnung einer Saison, die alles andere als einfach verlief: „Es war keine einfache Saison. Wir haben einen Trainerwechsel hinter uns und viele Themen gehabt.“ Der Klassenerhalt sei deshalb zwar ein Erfolg – aber keiner, der zu großen Feierlichkeiten verleiten dürfe: „Es gibt keinen Grund zu jubeln, dass wir nicht abgestiegen sind. Wir haben andere Ansprüche.“

Planung läuft bereits – Vertrauen in den eingeschlagenen Weg

Mit dem gesicherten Klassenerhalt kann Holstein nun frühzeitig und „eingleisig“ für die kommende Saison planen. Doch auch hier blieb Rebbe ruhig und betonte die Überzeugung, die intern ohnehin vorhanden gewesen sei: „Wir hatten immer die Überzeugung. […] Wir haben gelernt, Spiele auch mal schmutzig zu gewinnen – das ist herauszustellen.“ Besonders hob er den Zusammenhalt hervor: „Man sieht, was für eine Einheit wir sind – und das macht mich glücklich.“

Fans als Schlüssel – „bedingungslose Unterstützung“

Trotz aller Nüchternheit fand Rebbe klare Worte des Lobes für die Fans: „Sie haben uns bedingungslos unterstützt – zu Hause und auswärts. Das war top.“ Gerade in schwierigen Phasen sei dieser Rückhalt entscheidend gewesen und habe maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Mannschaft stabilisieren konnte.

Klare Haltung statt Emotionen

Rebbe verkörperte an diesem Nachmittag die andere Seite des Erfolgs: Während Spieler und Fans den Klassenerhalt feierten, dachte der Sportchef bereits an die Zukunft. Oder, wie er es selbst formulierte: „Für mich ist das ein ganz normaler Spieltag.“

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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