„Wir haben unseren Fehler vom Vorjahr korrigiert“ – Maik Haberlag verabschiedet sich mit Wiederaufstieg

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Trainer Maik Haberlag und der Eckernförder SV steigen in die Oberliga auf

Der Eckernförder SV hat die direkte Rückkehr in die Oberliga Schleswig-Holstein geschafft. Nach dem überraschenden Abstieg vor einem Jahr sicherte sich die Mannschaft von Trainer Maik Haberlag durch ein 1:1 im Rückspiel der Aufstiegsrelegation gegen die U21 des VfB Lübeck den Wiederaufstieg.

Dass am Ende überhaupt ein Unentschieden zum Aufstieg reichen würde, hatte allerdings einen ungewöhnlichen Hintergrund. Das Hinspiel hatte der VfB Lübeck II sportlich eigentlich mit 3:2 gewonnen. Die Partie wurde jedoch nachträglich mit 5:0 für den ESV gewertet. Grund war der Einsatz von A-Jugendspielern bei den Lübeckern, während gleichzeitig ein eigenes A-Jugendspiel abgesagt worden war. Nach den Regularien hätten diese Spieler in diesem Fall nicht im Herrenbereich eingesetzt werden dürfen. So ging der ESV mit einem komfortablen Polster in das Rückspiel – und nutzte diese Ausgangslage am Ende konsequent.

Früher Rückschlag für den ESV

Vor rund 90 Minuten voller Spannung entwickelte sich zunächst eine intensive Partie gegen eine spielstarke Lübecker Mannschaft. „Wir wussten ja durch die schriftliche Bestätigung vom VfB Lübeck, dass sie das Urteil akzeptieren. Trotzdem mussten wir sagen, dass der VfB Lübeck eine richtig gute Mannschaft ist – mit richtig guten Kickern“, erklärte Maik Haberlag nach der Begegnung.

Der ESV stellte sich bewusst etwas tiefer auf, um die Geschwindigkeit der Gäste zu kontrollieren und über Umschaltmomente gefährlich zu werden. Dennoch gerieten die Gastgeber früh in Rückstand. Nach einem Foulspiel im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Kevin Voeks verwandelte bereits in der 9. Minute zum 0:1 für die Lübecker. „Ich glaube, den muss man nicht immer geben, aber der Schiedsrichter hat ihn gegeben“, meinte Haberlag später zur Szene.

Apitz antwortet schnell

Die junge VfB-Mannschaft schöpfte nach dem frühen Führungstreffer neue Hoffnung. Doch Eckernförde ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Nur neun Minuten später folgte die passende Antwort. Nach einem langen Ball hinter die Abwehr lief Leon Apitz in den freien Raum und setzte sich im Duell gegen die Lübecker Defensive durch. Sein Abschluss wurde zwar noch leicht abgefälscht, landete aber dennoch im Netz zum 1:1-Ausgleich (18.). Mit dem Treffer war die Ausgangslage für den ESV wieder deutlich entspannter. „Die erste Halbzeit war noch sehr intensiv, die zweite Halbzeit eher weniger“, fasste Haberlag die Begegnung zusammen.

Große Erleichterung nach schwierigen Monaten

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich kein fußballerischer Leckerbissen mehr. Beide Mannschaften spürten die Belastung der vergangenen Wochen und gingen nicht mehr das ganz große Risiko. Eckernförde verwaltete das Ergebnis souverän und brachte das Remis über die Zeit. Mit dem Schlusspfiff war der Wiederaufstieg perfekt.

Für Maik Haberlag hatte der Erfolg eine ganz besondere Bedeutung. Der langjährige Coach betreute den ESV letztmals an der Seitenlinie und verabschiedete sich mit einem emotionalen Erfolgserlebnis. „Ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben, dass wir unseren Fehler vom letzten Jahr korrigieren konnten. Das ist auch ein schönes Ende für uns alle“, sagte der A-Lizenz-Inhaber nach seinem letzten Spiel als Eckernförder Cheftrainer.

Dabei wurde der Coach auch emotional: „Jetzt ist es natürlich ein bisschen emotional, weil sich alle hier ganz viele Mühe geben, dass es mir gut geht – und auch allen anderen, die den Verein verlassen oder aufhören.“

Ein versöhnlicher Abschluss

Nach dem überraschenden Oberliga-Abstieg vor einem Jahr war die direkte Rückkehr das erklärte Ziel des Traditionsvereins. Über den Umweg Relegation wurde dieses Vorhaben nun erreicht. So endet eine turbulente Saison für den Eckernförder SV doch noch mit einem Happy End – und für Maik Haberlag mit dem wohl perfekten Abschiedsgeschenk.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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