Bitterer Rückschlag für den Osterrönfelder TSV im Kampf um den direkten Klassenerhalt in der Verbandsliga West. Im Derby gegen den Vorletzten, TSV Vineta Audorf unterlagen die Blau-Gelben überraschend mit 0:1 – und bleiben damit weiterhin auf dem Abstiegsrelegationsplatz. Für die Gäste aus Audorf war es erst der zweite Saisonsieg überhaupt. Den ersten hatte die Vineta zuletzt am 20. September 2025 gefeiert.
Missverständnis entscheidet das Derby
Das Spiel am Bahndamm blieb über weite Strecken zäh und arm an Höhepunkten. Beide Mannschaften agierten zunächst vorsichtig und ohne die typische Derby-Intensität. Die entscheidende Szene ereignete sich kurz vor der Pause. Nach einem Missverständnis zwischen Torhüter Silas Jurkat-Einfeldt und Innenverteidiger Lorenz Billerbeck sagte Audorfs Anton Rausch danke und schob in der 42. Minute zum 0:1 ein.
OTSV ideenlos – Audorf verpasst Vorentscheidung
Nach dem Seitenwechsel hatte Osterrönfeld zwar mehr Ballbesitz, wirklich zwingend wurde der Gastgeber jedoch kaum. Die Gäste blieben dagegen gefährlich bei Fehlern in der Defensive.
Beinahe hätte ein weiteres Missverständnis zwischen Torwart und Abwehr sogar zum zweiten Gegentor geführt, doch Kevin-Miles Wardin verfehlte das leere Tor. Auch mehrere Wechsel auf Seiten des OTSV brachten keine Wende mehr – am Ende blieb es bei der bitteren Derby-Niederlage.
Ligaobmann Kai Nacken-Hoffmann deutlich
Entsprechend ernüchtert zeigte sich Ligaobmann Kai Nacken-Hoffmann nach dem Spiel: „Eine schmerzhafte und unerwartete Derbyniederlage. Beide Mannschaften spielten behäbig und zeigten nie den Einsatz für ein Derby.“
Besonders kritisch sah er die Fehler vor dem Gegentor: „Torwart und Innenverteidiger waren sich nicht einig – Anton Rausch hat sich bedankt.“ Der Blick geht nun nach vorne – allerdings mit deutlichen Worten: „Der OTSV muss sein vorhandenes Potenzial endlich in den wichtigen Spielen auf den Platz bringen. Ansonsten wird es auch dieses Jahr wieder ein langes Zittern um den Klassenerhalt.“
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
