Der SV Todesfelde ist zurück in der Regionalliga Nord. Nur ein Jahr nach dem Abstieg aus der Viertklassigkeit schaffte die Mannschaft von Trainer Björn Sörensen am Sonntag den direkten Wiederaufstieg und krönte damit eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison.
Im entscheidenden Spiel der Aufstiegsrunde setzte sich der Meister der Oberliga Schleswig-Holstein vor rund 500 mitgereisten Fans mit 2:0 gegen den niedersächsischen Vertreter Germania Egestorf/Langreder durch. Nach einer zunächst zähen Partie sorgten zwei Kopfballtore von Mats Klüver und Tyler Körting für grenzenlosen Jubel bei Spielern, Verantwortlichen und Anhängern.
Geduld gefragt in einer nervösen ersten Halbzeit
Die Ausgangslage war klar: Nach dem 2:0-Erfolg gegen den Blumenthaler SV und der anschließenden 3:5-Niederlage gegen den Eimsbütteler TV benötigte Todesfelde gegen Egestorf mindestens einen Punkt, um den Aufstieg perfekt zu machen.
Entsprechend vorsichtig gingen beide Mannschaften zu Werke. Während Egestorf auf Sieg spielen musste, wollte der SVT Fehler vermeiden. Die Partie auf neutralem Platz in Bremen war geprägt von vielen Zweikämpfen und wenigen klaren Torchancen. Zwar hatte Todesfelde leichte Feldvorteile, doch bis zum Seitenwechsel blieben die Tore aus.
Klüver bricht den Bann
Kurz nach Wiederbeginn platzte schließlich der Knoten. Nach einer Flanke von der linken Seite war Mats Klüver zur Stelle und köpfte den Ball in der 52. Minute zur umjubelten Führung ins Netz. Das Tor veränderte die Statik der Partie. Egestorf musste nun mehr riskieren, wodurch sich für die Schleswig-Holsteiner Räume zum Kontern öffneten. Todesfelde blieb die gefährlichere Mannschaft und hatte unter anderem bei einem Lattentreffer Pech, ehe die Entscheidung kurz vor Schluss fiel. Nach einer Ecke behauptete sich Tyler Körting im Strafraumgewühl und köpfte den Ball in der 89. Minute zum 2:0-Endstand ins Netz. Wenige Augenblicke später war der Jubel grenzenlos.
Direkter Wiederaufstieg nach dem Regionalliga-Abstieg
Mit sechs Punkten aus drei Spielen sicherte sich der SV Todesfelde einen der beiden Aufstiegsplätze hinter dem Eimsbütteler TV und kehrt damit nach nur einem Jahr Abstinenz in die Regionalliga Nord zurück. Der Erfolg rundet eine Saison ab, in der die Segeberger nahezu durchgehend zu den stärksten Mannschaften Schleswig-Holsteins gehörten. Nach dem schmerzhaften Abstieg vor einem Jahr gelang dem Verein die perfekte Antwort. Auch für viele Spieler ist der Aufstieg die Belohnung für eine intensive Spielzeit mit zahlreichen Höhepunkten. Der SVT erreichte mehrere Endspiele und kämpfte bis zuletzt auf mehreren Hochzeiten – nun steht der größte Erfolg fest.
Landvoigt: „Das wichtigste Ziel haben wir jetzt erreicht“
Torhüter Fabian Landvoigt zeigte sich nach dem Schlusspfiff erleichtert und stolz: „Es ist natürlich wieder ein geiles Gefühl, sich mit Clubs eine Schublade höher messen zu können. Und dieses Jahr ist es auch hochverdient, dass wir wieder hochgehen. Es war eine lange Saison. Wir haben wirklich jedes Finale erreicht, konnten leider nicht alle nutzen, aber das wichtigste Ziel haben wir jetzt erreicht. Das wird nun gefeiert.“
Während in Todesfelde die Aufstiegsparty begann, dürfen sich die Fans bereits auf die Rückkehr in die Regionalliga Nord freuen. Nach nur einem Jahr Oberliga heißt es beim SV Todesfelde wieder Viertklassigkeit.
Artikel und Bild: Ole Jacobsen.
