Holstein Women mit Statement-Sieg im Topspiel – 3:0 gegen Aurich

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Die Holstein Women bejubeln den Sieg über die SpVg Aurich

Die Frauen von Holstein Kiel haben im Topspiel der Regionalliga Nord ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Gegen die zweitplatzierte SpVg Aurich gewann der Tabellenführer hochverdient mit 3:0 und baute den Vorsprung auf vier Punkte aus – bei nur noch drei ausstehenden Spielen. Vor rund 500 Zuschauern auf der Waldwiese in Kiel zeigte die Mannschaft von Trainer Stefan Fischer eine reife und kontrollierte Leistung.

Anlaufphase mit Problemen – Hasse sorgt für erste Gefahr

Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gästen aus Aurich. Holstein tat sich schwer, ins Spiel zu finden, wirkte in den ersten Minuten unsauber im Aufbau und kam nur schleppend in die Partie. Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Kielerinnen jedoch die Kontrolle. Mehrfach gelang es, in den Strafraum vorzudringen – ohne zunächst zwingend zu werden.

Die bis dahin beste Chance hatte dann Kira Hasse: Nach einem langen Ball setzte sie sich im Laufduell durch, scheiterte aus spitzem Winkel jedoch an der stark reagierenden Auricher Torhüterin Jule Götz (20.).

Führung per Kopf – Holstein belohnt sich

In der 28. Minute fiel dann die verdiente Führung: Nach einer Flanke von der linken Seite war es Janine Minta, die den Ball per Kopf im Tor unterbrachte. Die Gästekeeperin streckte sich noch, konnte den Einschlag neben dem Pfosten aber nicht verhindern.

Bis zur Pause blieb Holstein das spielbestimmende Team. Kurz vor dem Seitenwechsel setzte Hasse mit einem Drehschuss aus 16 Metern noch ein Ausrufezeichen (44.), doch erneut war die Torhüterin zur Stelle. Mit einer verdienten 1:0-Führung ging es in die Kabinen.

Lako staubt ab – Vorentscheidung nach der Pause

Aurich kam mit einer Chance aus der Kabine, doch Torhüterin Leila Naward hielt stark (46.). Danach übernahm wieder Holstein das Kommando. In der 53. Minute fiel die Vorentscheidung: Nach einer starken Kombination über die linke Seite kam der Ball zu Kira Hasse, deren Abschluss Götz noch an den Pfosten lenkte. Arjela Lako reagierte am schnellsten und drückte den Abpraller über die Linie zum 2:0. „Wenn Kira schießt, musst du einfach durchlaufen. Der Ball sprang mir direkt vor die Füße. Das war ein toller Moment, wie meine Mitspielerinnen mit mir gejubelt haben“, freute sich die talentierte Lako mit einem Lächeln im Gesicht.

Hasse macht den Deckel drauf

Holstein blieb auch danach dominant und suchte die Entscheidung. Die fiel schließlich in der 74. Minute: Kapitänin Sarah Begunk prüfte die Torhüterin, die den Ball nur abklatschen konnte – Kira Hasse stand goldrichtig und erzielte das 3:0. Für die Torjägerin war es bereits der 18. Saisontreffer. In der Schlussphase hatte Kiel sogar weitere Möglichkeiten, das Ergebnis noch höher zu gestalten, ließ diese jedoch ungenutzt.

Starke Defensive – nächstes Spiel ohne Gegentor

Neben der Offensivpower überzeugte Holstein auch defensiv. Kaum klare Chancen für Aurich, dazu eine sichere Torhüterin – am Ende stand erneut die Null. Ein wichtiger Faktor im Titelrennen.

Fischer: „Verdienter Sieg einer Spitzenmannschaft“

Trainer Stefan Fischer zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Wir haben das Spiel gut vorbereitet, die Mädels haben die Inhalte super umgesetzt. Wir waren die dominierende Mannschaft und haben hochverdient gewonnen.“ Eine Vorentscheidung im Titelrennen wollte er dennoch nicht ausrufen: „Unser schwerstes Spiel kommt noch. Hannover und der HSV werden uns alles abverlangen.“

Hasse: „Wir haben genau das umgesetzt, was wir trainiert haben“

Mittelstürmerin Kira Hasse, die nach dem Abpfiff fleißig Autogramme schreiben musste, hob vor allem die mannschaftliche Leistung hervor: „Wir wussten, wie Aurich spielt und wie wir sie bespielen müssen. Die Umsetzung hat uns den Rückenwind gegeben.“ Die Torjägerin bleibt trotz Topform fokussiert: „Wir nehmen Spiel für Spiel. Wenn die Aufstiegsrunde kommt, gehen wir mit allem rein, was wir haben.“

Meisterschaft zum Greifen nah

Mit dem Sieg im direkten Duell hat Holstein Kiel die Tür zur Meisterschaft weit aufgestoßen. Vier Punkte Vorsprung bei drei verbleibenden Spielen sprechen eine klare Sprache. Der Traum von der Aufstiegsrelegation zur 2. Bundesliga lebt mehr denn je – und die Störchinnen haben es nun selbst in der Hand.

Artikel und Bild: Ole Jacobsen.

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